Quasimodogeniti am 11.04.2021

Mitwirkende
Lesungen: Brigitte Ape
Musikteam: Meinolf Herting, Almuth Reihs-Vetter, Katrin Herting
Liturgie: Präd. K. Herting/Angelina Aust
Predigt: Präd. K. Herting

Glockengeläut und Musik zum Eingang

(Christ ist erstanden, Johann Heinrich Christian Ring, 1770-1846)

Eröffnung und Begrüßung

P:     Im Namen Gottes,
        des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.
G:    Amen.
P:    Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
G:    Der Himmel und Erde gemacht hat.
P:    Der Herr sei mit euch.
G:    Und mit deinem Geist.

Begrüßung
Herzlich willkommen zum digitalen Gottesdienst am ersten Sonntag nach dem Osterfest. „Quasimodogeniti“, so lautet die Bezeichnung für diesen Sonntag. „Wie neugeboren“, so sind die Menschen, die von Ostern herkommen, die das Wunder der Auferweckung in ihrem Leben erfahren, die ganz neu anfangen „mit Gott und der Welt“. Davon erzählt auch der Wochenspruch im 1. Petrusbrief: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung von den Toten!“ (1.Petrus 1,3) Lebendige Hoffnung - gerade in dieser Zeit, in der wir alle täglich auf ganz unterschiedliche Art und Weise abschiedlich leben, brauchen wir eine Hoffnung, die uns trägt. Im Leben jetzt und hier und auch über diese Zeit hinaus. Ich lade Sie und Euch herzlich ein - lasst uns miteinander mit der Neugierde eines Neugeborenen in diesem Gottesdienst dieser lebendigen, uns tragenden Hoffnung nachspüren. 

Eingangsgebet

Gott, ein Leben „wie neugeboren“.
Das wünsche ich mir.
Einen Neuanfang – ohne die Runzeln der Sorgen und den Staub auf der Seele.
Den alten Ballast und die schiefgetretenen Wege in Deine Hände legen.
Neue Wege sehen, in eine gute Richtung gehen – auf Dich zu!  
Auftauchen aus den Wellen der Angst, über Bord werfen und weggetragen sehen in den Wellen Deiner Güte die Momente des Fehlens und falschen Fühlens.
Umhüllt werden vom Mantel Deiner Liebe.
Durchatmen können. Ganz tief. Und dann: Atemzug um Atemzug - Dein Odem, der meine Lungen füllt.
Ein Leben „wie neugeboren“.
Das wünsche ich mir, Gott.
Das erbitte ich von Dir, Gott.
Das erhoffe ich von Dir, Gott.
Amen

Lied: Der schöne Ostertag (EG 117)

Der schöne Ostertag! Ihr Menschen kommt ins Helle!
Christ, der begraben lag, brach heut aus seiner Zelle.
Wär vorm Gefängnis noch der schwere Stein vorhanden,
so glaubten wir umsonst.
Doch nun ist er erstanden (4x).

Was euch auch niederwirft, Schuld, Krankheit, Flut und Beben-
er, den ihr lieben dürft, trug euer Kreuz ins Leben.
Läg er noch immer, wo die Frauen ihn nicht fanden,
so kämpften wir umsonst.
Doch nun ist er erstanden (4x).

Muss ich von hier nach dort- er hat den Weg erlitten.
Der Fluss reißt mich nicht fort, seit Jesus ihn durchschritten.
Wär er geblieben, wo des Todes Wellen branden,
so hofften wir umsonst.
Doch nun ist er erstanden (4x).

(Text: Jürgen Henkys/Melodie: bei Dirk Raphaelszoon Camphuysen 1624, Satz: Matthias Nagel)

Psalmgebet: Ps.116

Freut euch an Gott, ihr Gott geliebten, und singt von seiner Freundlichkeit, von seiner Güte, durch die wir leben und die uns trägt durch Raum und Zeit.  

Ich habe dich lieb, mein Gott;
denn du hörst mir zu, wenn ich mit dir rede.
Du neigst dich mir zu.
Mein Leben lang soll es so bleiben.
Zuweilen gerate ich in Panik
und denke sogar an den Tod.
Dann rede ich mit dir,
ich nenne dich beim Namen:
Lieber Gott!
Ich bitte dich um Hilfe,
und du kommst,
nimmst meinen Kummer an dich
Ich höre auf zu weinen,
ich spüre wieder festen Grund.
Selbst, wenn ich mich quäle
oder nicht weiter weiß:
Ich glaube!
Ich halte mich fest an dir.
Ich lasse dich nicht los.
Ich vertraue dir.
Ich kann dir kaum etwas dafür geben,
höchstens mich selbst.
Wie aus einem Kelch
trinke ich alles Gute aus deiner Hand.
So erfülle ich mein Versprechen.

Freut euch an Gott, ihr Gott geliebten, und singt von seiner Freundlichkeit, von seiner Güte, durch die wir leben und die uns trägt durch Raum und Zeit.  

Gloria Patri WL 23

Ehre sei dem Vater, dem Sohn und dem Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen (7x)

Lesung des Predigttextes

Der Predigttext für ersten Sonntag nach dem Osterfest steht bei Johannes im 21. Kapitel in den Versen 1-14.
1Danach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber so:2Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael aus Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere seiner Jünger. 3Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sprechen zu ihm: Wir kommen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts.4Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. 5Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. 6Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten’s nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische.7Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte: »Es ist der Herr«, da gürtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich in den See. 8Die andern Jünger aber kamen mit dem Boot, denn sie waren nicht fern vom Land, nur etwa zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen.9Als sie nun an Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und Fisch darauf und Brot. 10Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt! 11Simon Petrus stieg herauf und zog das Netz an Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, zerriss doch das Netz nicht.12Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten: Es ist der Herr. 13Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt’s ihnen, desgleichen auch den Fisch.14Das ist nun das dritte Mal, dass sich Jesus den Jüngern offenbarte, nachdem er von den Toten auferstanden war.
Halleluja. Der Herr hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich. Halleluja.
Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja.

Predigt

Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist, der da war und der da kommt. Amen.
Liebe Gemeinde,
am vergangenen Sonntag haben wir das Fest der Christenheit gefeiert. Ostern, die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. „Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja, Halleluja.“ – so haben wir miteinander gesungen, im Zoom-Gottesdienst, jede und jeder für sich zu Hause vor unseren Bildschirmen sitzend, aber sehr miteinander verbunden. Der Osterjubel geht da wie von selbst von den Lippen, finde ich. Wie gut, dass es Ostern gibt, dass wir in Christus einen haben, der dem Tod und allem, was abtötend auf uns einwirkt, etwas entgegenzusetzen hat! Diese frohmachende Botschaft und das Gefühl dieser Verheißung möchte ich mitnehmen. Der Osterjubel soll nicht nur eine schöne Feiertagstradition sein. Nein, ich erhoffe, dass der Glaube an die Auferstehung uns dauerhaft trägt, dass uns der Auferstandene begegnet und uns immer wieder aufstehen lässt, über die österliche Freudenzeit hinaus. Ein Jubellied, dass von Herzen kommt und immer wieder hervorbricht – das wäre was!

Grund zum Jubeln haben sie nicht gerade. Eine Nacht voller Anstrengung ist um. Sie rudern zurück zum Ufer. Die Arbeit ist getan, so, wie sie sie immer getan haben, nach allen Regeln der Fischerei-Kunst. Der See, die Boote, die Netze, die Fischgründe – das ist ihnen vertrautes Terrain. Einen schlechten Fang? Ja, den gab es immer einmal. Aber gar nichts? Nicht einen einzigen Fisch? Keiner der Freunde von Jesus konnte sich daran erinnern, dass ihnen das schon einmal passiert war. Verrückt mutet das alles an. Überhaupt: Die ganze letzte Zeit war wie ver-rückt. Nichts ist mehr, wie es ist. Ihr Freund und Meister Jesus, der, der gesagt hat: „Ich mache euch zu Menschenfischern.“ – er ist tot. Und doch nicht tot. Er ist auferstanden. Ja, zwei Mal ist er ihnen schon erschienen. Ganz plötzlich war er da – eine Freude war das, aber irgendwie war`s auch seltsam. Denn genau so plötzlich wie er erschienen ist, verschwand er auch wieder. Wie es nun weitergeht, und wie sie ohne Jesus weiter als „Menschenfischer“ unterwegs sein sollen, das wissen sie auch nicht genau.

Ratlose Jünger. – Gerade die, die so nah an Jesus dran waren, sind ratlos? Das verwundert mich, aber irgendwie tröstet es mich auch. Ver-rückte Zeiten damals, verrückte Zeiten heute - ja, davon kann ich, davon können wir alle gerade ein Lied anstimmen. Was hat gerade schon Bestand?! Selbst in den Gebieten, die uns vertraut sind, verändert sich doch häufig schon so lange alles ständig. Heute so – morgen ganz anders. Das Gefühl, durch irgendwelche Corona-bedingten Einschränkungen oder Auflagen bei der Arbeit oder auch im privaten Bereich nicht recht voran zu kommen. Die Momente, in denen eine gute Erfahrung direkt wieder von einer schlechten verfolgt wird, ist anstrengend und frustrierend - vielleicht ein bisschen so, wie das leere Netz der Jünger nach dieser durcharbeiteten Nacht.
 
Die Sonne erhellt das Wasser und ihre Strahlen bringen erste Wärme. Sie bringt auch Leben an das Ufer. Da steht einer, aber die Jünger kennen ihn nicht. „Kinder, habt ihr nichts zu essen?“ Na, der Fremde ist gut! Sieht er denn nicht, dass das Boot und die Netze leer sind? Nein, sie haben nichts zu essen. Und ja: ihr Hunger ist groß. Dann ein Vorschlag des Fremden, Worte aus seinem Mund, die einfach keinen Widerspruch zulassen, warum auch immer, die Jünger verstehen es selbst nicht. „Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden.“

So vieles haben wir ausprobiert. So viele Gedanken haben wir uns gemacht, der Kopf tut weh vom Nachdenken. Die Hände schmerzen von den vielen Aktionen, bei denen wir schon mit angepackt haben. So viele Konferenzen und Zoom-Meetings haben wir hinter uns, immer auf der Suche nach „der Lösung“ und dem Optimum, um jede neue Lage zu meistern. Nein, wir geben sie nicht auf, die Suche nach Möglichkeiten, die unseren Hunger stillen. Den Hunger nach Sicherheit, nach Ansehen, nach einem guten Auskommen, nach Gesundheit und Nähe, nach Liebe und Vertrauen, nach einem Leben in Begegnung mit Menschen und dem, der unser Leben in seinen Händen hält. Wir geben nicht auf, aber die Müdigkeit lässt sich eben nicht immer weg- und schön reden.

Sie sind wieder am Ufer. Nur gemeinsam haben sie es geschafft, das übervolle Netz an Land zu ziehen. Als sie es ausgeworfen hatten, so, wie es der Fremde sagte, da füllte es sich. Verrückt war das – in Null Komma nichts waren da Fische in einer Stückzahl, die sie so noch nie auf einmal gesehen hatten. Und derjenige, der immer einen besonders guten Draht zu Jesus gehabt hatte, der erkannte plötzlich: Es ist der Herr! Und auch den anderen gingen die Augen auf.
Zusammen leeren sie das Netz, einer von ihnen zählt die Fische. 153. 153 große Fische! Hat es jemals einen solchen Fang gegeben? Fragend, staunend, lachend sehen sie sich an. Es ist kaum zu glauben!
Am Ufer ein Kohlenfeuer. Darauf grillt ein bisschen Fisch und Brot. „Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt!“ – so sagt es Jesus seinen Freunden. Sie halten miteinander das Mahl. Jesus gibt ihnen, und sie werden satt. Sie müssen gar nichts fragen, nichts sagen. Sie wissen: Es ist der Herr.

Manchmal ist eine Suche auch eher ein Gefunden-werden. Da ist es gut, die Gedanken ruhen zu lassen. Einfach mal hinzuhören. Dem Unbekannten, Fremden eine Chance zu geben. Auch einmal etwas Verrücktes auszuprobieren und nicht von Anfang an das Scheitern einzuplanen. Das eigene Netz über Bord werfen, auf andere Art und Weise, an anderer Stelle. Dann ist es gut zu warten, bis das Netz in die Tiefe sinkt und sich aufbläht von der Strömung, die ich mit den Augen erst einmal gar nicht sehen kann. Was werde ich dann in meinem Netz finden, das ich voller Neugierde, aber auch mit Vertrauen auswerfe? Gibt es einen Fisch für mich, einen, der mich satt macht? Und ist er vielleicht sogar so groß, dass ich ihn teilen kann?
Ich erinnere mich wahrhaftig an einen solchen Moment. Es ist noch gar nicht lange her. Eine Mahlzeit, ganz spontan und bescheiden. Geboren aus einer Notsituation heraus teilen zwei Menschen miteinander etwas zu essen, Zeit und Wort. Im Miteinander hatte ich das Gefühl, der Himmel tut sich auf. Vielleicht saß Christus unerkannt am Tisch mit dabei?
Den Auferstandenen zu erkennen, das Geheimnis der Auferstehung bis in seiner Tiefe erfassen zu können, das wird uns wohl nie gelingen. Es ist und bleibt eben ein Geheimnis, dem wir auf der Spur bleiben in unserem irdischen Dasein. Geheimnis – der Wortstamm kommt von „Heim“ und meint „zum Haus gehörig, vertraut“. Es ist gut zu wissen, dass es Christus selbst ist, der uns immer wieder einlädt in und mit ihm zu leben. Ich vertraue darauf, dass er uns immer wieder zeigt: Ihr gehört zu mir! In allen Lebenssituationen, jetzt, in dieser ver-rückten Zeit der Pandemie, in unserem Leben und  im Sterben. Die 153 Fische sind auch für uns gedacht, das glaube ich fest. Die Geschichte spricht hinein bis in unsere Zeit, und dass sich Brot und Fische auf wunderbare Art und Weise vermehren, wenn sie geteilt werden, ist auch eins von den Geheimnissen, in denen wir uns heimisch fühlen können.
Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit (Hebr. 13,8) – ich vertraue darauf, dass er uns auch heute immer wieder begegnet und uns aufstehen lässt. Ich werfe mein Netz aus. Er wird es füllen, und mein Mund wird darüber immer wieder jubeln, ganz neu und unverbraucht, wie neugeboren. Mitten im Alltag.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Jesus Christus, unserem Herrn. Amen.  

Musik zur Meditation

(Andante a-moll, Robert Führer, 1807-1861)

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten
unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

Lied: Manchmal feiern wir mitten im Tag (Chorprobenmitschnitt 2019)

1)Manchmal feiern wir mitten am Tag ein Fest der Auferstehung.
Stunden werden eingeschmolzen und ein Glück ist da. (2x)

2)Manchmal feiern wir mitten im Wort ein Fest der Auferstehung.
Sätzen werden aufgebrochen und ein Lied ist da. (2x)

3)Manchmal feiern wir mitten in Streit ein Fest der Auferstehung.
Waffen werden umgeschmiedet und ein Friede ist da. (2x)

4)Manchmal feiern wir mitten im Tun ein Fest der Auferstehung.
Sperren werden übersprungen und ein Geist ist da. (2x)

(NSLB 267 T.: Alois Albrecht, M.: Peter Janssens 1974, Chorsatz: Anne-Sophie Bunk)

Fürbittengebet

Auferstandener Herr,
den kein Grab mehr hält,
den keine Zeit mehr begrenzt,
den kein Gedanke mehr fasst,
in dir
steht das Unbegreifliche vor uns,
wird das Unmögliche wahr.
Können wir glauben, auch wenn wir nicht sehen?
Für alle, die in sich selbst gefangen sind
und nur dem Kreis ihrer eigenen Möglichkeiten trauen,
bitten wir dich:
Auferstandener Herr,
erbarme dich unser.
Können wir glauben, auch wenn wir nicht sehen?
Für alle, die in der Enge der Welt nach dir fragen,
die dich suchen wie die Luft zum Atmen,
die sich sehnen nach der Freiheit der Kinder Gottes,
bitten wir dich:
Auferstandener Herr,
erbarme dich unser.
Können wir glauben, auch wenn wir nicht sehen?
Für alle, denen keine Hoffnung bleibt,
die in Bedrängnis verstummen,
die ohne Aussicht auf Heilung oder Hilfe sind,
bitten wir dich:
Auferstandener Herr,
erbarme dich unser.
Können wir glauben, auch wenn wir nicht sehen?
Für alle, die sich selbst verloren haben
in der untergründigen Gewalt von Ideologien,
die Andersdenkende verachten,
die blind geworden sind für die Weite und Würde
und Widersprüchlichkeit allen Lebens,
bitten wir dich:
Auferstandener Herr,
erbarme dich unser.
Können wir glauben, auch wenn wir nicht sehen?
Für alle Ausgenutzten,
für alle, die nur noch funktionieren,
für alle, deren Lebensentwürfe zerbrochen sind,
bitten wir dich:
Auferstandener Herr,
erbarme dich unser.
Auferstandener Herr,
in dir wird das Undenkbare wahr:
Der Tod ist zur Tür ins Leben geworden.
Wir können dieses Geheimnis nicht begreifen,
aber wir wollen im Glauben darin heimisch werden
als deine Kinder.
Dir vertrauen wir uns an
in Zeit und Ewigkeit.
Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name!
Dein Reich komme!
Dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf Erden!
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen,
denn Dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit,
Amen.

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lass leuchten Sein Angesicht über dir
und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe Sein Angesicht auf dich
und gebe dir Frieden.
Amen

Musik zum Nachklang

(Wir wollen alle fröhlich sein, Otmar Faulstich, 1938)

Kollekte

An diesen Sonntag bitten wir um Unterstützung für die von Cansteinsche Bibelanstalt in Westfalen Als die Bibel fertiggestellt wurde, gab es kein elektrisches Licht, keine Smartphones, kein Internet, keine Autos, keine Flugzeuge und so weiter. In Bezug auf die wesentlichen Dinge ist sie aber immer noch auf dem heutigen Stand: Sie zeigt in etlichen Geschichten, wie wir miteinander leben können – in Beziehung zu anderen Menschen und zu Gott. Die von Cansteinsche Bibelanstalt in Westfalen möchte Menschen helfen, einen Zugang zum Buch der Bücher zu bekommen. Durch vielfältige Aktionen und Projekte machen wir Lust, auf eigene Entdeckungsreise zu gehen. Unser Ziel ist, getreu dem Psalmwort „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte“, Lebenswege durch Gottes Wort zu erhellen.
Bitte überweisen Sie Ihre Kollekte auf das Konto der Evangelischen Kirchengemeinde Büren-Fürstenberg: IBAN DE34 4726 1603 0135 3000 00, Verwendungszweck: „Kollekte 11.04.2021 „ Cansteinsche Bibelanstalt“