Gottesdienst Okuli am 07.03.2021

Mitwirkende:
Angelina und Louis Aust (Glaubensbekenntnis),
Jürgen Engelmann (Lektor/ Gesang),
Regina Henkel (Orgel),
Katrin Herting (Flöte und Gesang),
Pfrn. Almuth Reihs-Vetter (Liturgie und Predigt)

Glockengeläut und Musik zum Eingang

(„Von allen Seiten umgibst du mich“ von Christof Falkenroth (geb. 1938))

Eröffnung und Begrüßung

P:     Im Namen Gottes,
        des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.
G:    Amen.
P:    Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
G:    Der Himmel und Erde gemacht hat.
P:    Der Herr sei mit euch.
G:    Und mit deinem Geist.

Herzlich willkommen zum digitalen Gottesdienst am 3. Sonntag der Passionszeit aus Wewelsburg. Der Name dieses Sonntages lautet „Okuli“. „Augen“ heißt das übersetzt und knüpft an die Worte des Wochenpsalmes 25 an: Meine Augen sehen stets auf den Herren. Und umgekehrt: Die Augen des Herrn merken auf die Gerechten.
Um das Festhalten am Blickkontakt mit Gott geht es in diesem Gottesdienst. Um das Suchen nach Ihm auch mitten in der Passion unseres Lebens. Um das Bleiben in Seiner Liebe und Seinem Licht – aller Finsternis zum Trotz.
So sagt es der Wochenspruch aus dem Lk.-Evangelium:
Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Lk. 9, 62)

Eingangsgebet

Lasst uns still werden vor Gott
und uns Seinem wahrhaftigen und liebevollen Blick stellen.

- Stille -

Wenn Du uns die Augen öffnest, Gott,
sehen wir unsere Schuld:
unser Kreisen um uns selbst und die eigenen Sorgen,
unsere Undankbarkeit für all die Zeichen Deiner Güte auch in der Pandemie,
unsere Härte und Unbarmherzigkeit mit anderen und ihrer Not,
unser Versagen, uns Dir ganz anzuvertrauen
und uns von Dir in Dienst nehmen zu lassen – auch und gerade in dieser Zeit.

Wenn Du uns die Augen öffnest, Gott,
sehen wir zugleich Dein Erbarmen:
Deine Treue, die trotz allem an uns festhält,
Deine Liebe, die keine Grenzen kennt und sich selbst hingibt,
Deine Gnade, die uns zu neuen Menschen macht.
Und so werden wir allem, was gegen uns spricht, zum Trotz
ruhig wie ein Kind im Schoß seiner Mutter:

Gütiger Gott,
wir bitten Dich:
Verwandle und erneuere uns,
dass wir Dir immer ähnlicher werden
und Deinen Willen tun.
Amen

Lied: Herr Jesu, Gnadensonne (EG 404, 1-4.6)

1. Herr Jesu, Gnadensonne, wahrhaftes Lebenslicht: Mit Leben, Licht und Wonne wollst du mein Angesicht nach deiner Gnad erfreuen und meinen Geist erneuen, mein Gott, versag mir’s nicht.
2. Vergib mir meine Sünden und wirf sie hinter dich; lass allen Zorn verschwinden und hilf mir gnädiglich; lass deine Friedensgaben mein armes Herze laben. Ach, Herr, erhöre mich!
3. Vertreib aus meiner Seelen den alten Adamssinn und lass mich dich erwählen, auf dass ich mich forthin zu deinem Dienst ergebe und dir zu Ehren lebe, weil ich erlöset bin.
4. Befördre dein Erkenntnis in mir, mein Seelenhort, und öffne mein Verständnis, Herr, durch dein heilig Wort, damit ich an dich glaube und in der Wahrheit bleibe zu Trutz der Höllenpfort.
6. Ach zünde deine Liebe in meiner Seele an, dass ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann und dir zum Wohlgefallen beständig möge wallen auf rechter Lebensbahn.
(Text: Ludwig Andreas Gotter 1695; Melodie: 15. Jh.; geistlich Erfurt 1524)

Psalmgebet: Ps. 34, 16-23 mit Liedruf aus EG 176

Spruch EG 176:
♫ Öffne meine Augen, dass sie sehen die Wunder an deinem Gesetz. :II ♫

Die Augen des Herrn merken auf die Gerechten
und Seine Ohren auf ihr Schreien.
   Das Angesicht des Herrn steht wider alle, die Böses tun,
   dass Er ihren Namen ausrotte von der Erde.
Wenn die Gerechten schreien, so hört der Herr
und errettet sie aus all ihrer Not.
   Der Herr ist nahe denen,
   die zerbrochenen Herzens sind,
und hilft denen,
die ein zerschlagenes Gemüt haben.

Kehrvers EG 176 (unisono):
♫ Die Gott suchen, die Gott suchen, denen wird das Herz aufleben, denen wird das Herz aufleben :II ♫

Der Gerechte muss viel erleiden,
aber aus alledem hilft ihm der Herr.
   Er bewahrt ihm alle seine Gebeine,
   dass nicht eines von ihnen zerbrochen wird.
Den Frevler wird das Unglück töten,
und die den Gerechten hassen, fallen in Schuld.
   Der Herr erlöst das Leben Seiner Knechte,
   und alle, die auf Ihn trauen,
   werden frei von Schuld.

Spruch und Kehrvers EG 176: Öffne meine Augen :II - Die Gott suchen (unisono) :II - Öffne meine Augen - Amen

Lesung des Predigttextes: . Eph. 5, 1-2.8-9

Der Predigttext für diesen Sonntag steht im Epheserbrief im 5. Kapitel:

So ahmt nun Gott nach als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch. … Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Worte der Heiligen Schrift.

Predigt zu Eph. 5, 1-2.8-9

Die Gnade Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen.

Liebe Gemeinde,
Nachrichten-Interviews und Talkrunden dieser Tage: Virolog*innen, Wissenschaftsjournalist*innen und Politiker*innen bemühen sich um Klarstellung: „Der Astrazeneca-Impfstoff ist absolut vertrauenswürdig. Er ist hochwirksam und kein Produkt zweiter Klasse. Jede*r, die/ der sich mit diesem Stoff impfen lässt, tut sich und den Menschen ringsum Gutes…“ Und wie, um das zu unterstreichen, empfiehlt die ständige Impfkommission Astrazeneca nun auch für Menschen, die älter als 65 Jahre sind. - Die Stimmen auf der Straße und in den sozialen Medien halten dagegen: „Vergiss es, ich glaub denen kein Wort. Ich lass mich doch nicht zum Versuchskaninchen für die Forschung machen und mich möglicherweise vergiften. Über die z.Tl. schweren Nebenwirkungen der Impfung spricht niemand. Was, wenn die am Ende tatsächlich mein Erbgut verändern …?“– Eine Zeitung diagnostiziert: Neben weichendem Respekt gegenüber Wissenschaft und Staatsgewalt macht sich mehr und mehr populistischer Argwohn breit. Verschwörungstheorien haben Hochkonjunktur.
Meine Augen sehen, meine Ohren hören… - Liebe Gemeinde, heute sehe und höre ich hinein in die Bibel. Mehr Autorität geht nicht. Und das soziale Medium ist ganz old fashioned: ein Brief. Aber ausgerechnet der Epheserbrief. Eingeordnet in die kleinen Paulusbriefe, doch wer genauer hinsieht, muss erkennen: Verfasser und Adressat sind historisch nicht mehr wirklich auszumachen. Ein Schreiber bedient sich möglicherweise – wie damals üblich – einer anderen Autorität, beruft sich auf das Establishment. Und der exegetische Kommentar zur Pseudepigraphie ist Wasser auf die Mühlen aller, die in dieser Jahrtausendschrift Bibel sowieso nur einen Fake sehen: alles pseudo, alles erfunden, recht gut gedichtet, aber alle Dichter lügen…
Können wir dem noch trauen, was unsere Augen sehen und unsere Ohren hören? – ♫ Oculi nostri ad Dominum Jesum, oculi nostri ad Dominum nostrum . Unsere Augen sehn auf den Herrn Jesus, unsere Augen sehn auf unsern Herren. ♫ (aus Taizé)
So ahmt nun Gott nach als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch. … Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts, die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
♫ Oculi nostri ad Dominum Jesum, oculi nostri ad Dominum nostrum . Unsere Augen sehn auf den Herrn Jesus, unsere Augen sehn auf unsern Herren. ♫
Zweimal fordern diese wenigen Sätze zum Wandel auf: Wandelt in der Liebe. Wandelt als Kinder des Lichts. Und schon stolpere ich beim Lesen und Hören dessen, wovon der biblische Brief sonst so schreibt. Egal von wem, egal an wen er gerichtet ist. Definitiv sind dies alte Worte, vor fast 2000 Jahren gesagt. Nicht so alt wie die Menschheit, aber die Menschen sehen immer wieder und zu allen Zeiten alt aus, wenn es um Charakter und Haltung, um Zusammenleben und Lebenswandel geht. Von wegen „lieblicher Geruch“: Es stinkt geradezu gen Himmel. Selbst in einer noch recht jungen Christengemeinde, wo die Strukturen doch noch gar nicht so eingefahren sein können. Der Aufruf zu rechtem Lebens- und Glaubenswandel tut Not, auch für Christinnen und Christen.
Es scheint zu allen Zeiten lieblos zuzugehen. Wo Menschen leben, ist wohl die  Finsternis nicht weit. Ob Dunkel-Ephesus, Dunkel-Deutschland oder Dunkel-Welt. Der Epheserbrief beschreibt eine Führungskrise. Die direkten Zeugen des religiösen Neuaufbruchs sind tot. Die Gemeinde ist dabei, sich zu verlaufen. Irrlehrer helfen kräftig mit. Wer soll schon wissen, was postfaktisch noch glaubhaft ist? Die Ordnungs- und Wahrheitshüter – sind sie wirklich noch „Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen“ (Eph. 2, 19)? Hat sich das Establishment nicht längst seine eigenen Regeln gegeben und eine eigene Interpretation von dem, was gut, gerecht und wahr ist?
Im Hintergrund des Briefes flirrt ein verwirrendes, durcheinander geratenes, diabolisches Gesellschaftsbild – und wenn die jungen Christ*innen dieser Gegend in und um Ephesus ermahnt werden müssen, dann deshalb, weil es eben nicht nur die Heiden und Gottlosen sind, die der Lüge verdächtig sind. Mehr als die Hälfte des Briefes besteht aus Mahnung...
Können wir dem noch trauen, was unsere Augen sehen und unsere Ohren hören? – ♫ Oculi nostri ad Dominum Jesum, oculi nostri ad Dominum nostrum . Unsere Augen sehn auf den Herrn Jesus, unsere Augen sehn auf unsern Herren. ♫
So ahmt nun Gott nach als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben…
Gott nachahmen – das ist ein fremder Gedanke, eine ungewöhnliche Idee. Ist es nicht ganz und gar unmöglich, Gott nachzuahmen? Ist es nicht anmaßend, das überhaupt zu wollen? Und wie soll das denn gehen, Gott nachahmen, Den doch kein Auge je gesehen hat? –
Von Kindern ist die Rede. Könnten sie Vorbilder sein? Sie stehen jedenfalls nicht unter dem Generalverdacht des Kalküls, der Lüge und Berechnung. Kinder sind noch nicht verdorben und schlecht… –  Bilder stellen sich ein von Kindern, die spielen: „Komm, wir spielen Vater, Mutter, Kind – und ich bin der Hund… Ich bin die Mutter… Und ich will mit dem Kaufmannsladen spielen… Ich bin lieber ein Flugzeug.“ Wenn Kinder spielen, schlüpfen sie in andere Rollen. Es macht Spaß, wie ein Flugzeug durch die Luft zu düsen, es ist toll, einmal die Mutter zu sein, die bestimmt, oder der Hund, der laut und wild ist und gekrault wird. Kinder sind Meister der Nachahmung. Sie ahmen nach, was sie täglich erleben, das Leben in der Familie oder beim Einkaufen, sogar zu Tieren werden sie oder lassen Dinge wie Flugzeuge lebendig werden. Sie schlüpfen in eine andere Rolle – ganz selbstverständlich und unbeschwert. Und gleichzeitig ist die Nachahmung der Kinder sehr ernst, denn durch das Spiel lernen die Kinder zu leben. Im Spiel probieren sie Rollen aus, üben, lernen sich zu verhalten, zu antworten. Sie lernen, eine Vielfalt von Möglichkeiten zu entdecken. Kinder entdecken sich selbst, indem sie andere oder anderes nachahmen. Jedes Kind muss spielen, um erwachsen zu werden. Im Kaufmannsladen übt es, irgendwann kann es alleine einkaufen gehen…
Als Kinder des Lichts, als Gottes Kinder ermutigt der Epheserbrief, Gott nachzuahmen, indem wir das neue Leben in Christus erlernen. Das Leben neu einüben, uns verändern, die Vielfalt der Möglichkeiten erkunden. Das hat was. Es bedeutet auch Freiheit, in neue Rollen zu schlüpfen und sich auszuprobieren. Wie ein Kind möchte ich genau hingucken, wie Jesus das macht: lieben, sich hingeben, gütig sein, gerecht und wahrhaftig. Und es dann einfach ausprobieren, spielerisch und unbeschwert. Und dabei fürs Leben lernen, fürs Leben als Kind des Lichts.
♫ Oculi nostri ad Dominum Jesum, oculi nostri ad Dominum nostrum . Unsere Augen sehn auf den Herrn Jesus, unsere Augen sehn auf unsern Herren. ♫
Unsere Augen sehen stets auf den Herren. Das Aufsehenerregende dieser Ansicht ist der Blickwechsel. Der Wandel beginnt bei Gott. Er lässt sich nicht nur ansehen, Er hat selbst hingesehen. Er hat sich selbst ein Bild gemacht von dem, was aus Seiner Welt geworden ist. Er donnerte nicht großmächtig von den Wolken herab: Make my world great again. Seine Kraft wurde im Schwachen mächtig. Er hat sich so klein gemacht, dass unsere Augen Seine Allmacht fassen können. Selbst ein Kind, der Menschensohn, mit Augen und Ohren für all die Menschensöhne und -töchter. Gott hat in Ihm mit eigenen Augen gesehen, was ist. Für einen Augenblick nur hat es Ihm die Sprache verschlagen. Für einen Augenblick nur wurde es still, totenstill: und Christus hat sich selbst für uns gegeben, den Gestank aller menschlichen Todeszonen überwindend. – Dann sprach Gott, wie am Anfang: „Es werde Licht!“. Und es strahlte hell aus dem Dunkel der Weltgräber heraus: die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Wenn unsere Augen auf den Herrn sehen, dann sehen sie auf den Gekreuzigten und Auferstandenen. Auf das Licht der Welt in Person. Und wie Kinder zu einer Familie gehören, so gehören wir zu diesem Licht, in das wir eintauchen, in dem wir spielen und von dem wir lernen. Ausgerichtet am Lebenslicht Christi, das dem Dunkel, der Lüge, dem Unrecht, dem Hass, also allem, was ver-rückt ist, Aufrichtiges entgegenhält. Zur Nachahmung empfohlen: Wandelt als Kinder des Lichts. Und ihr werdet erleben, wie dieser Wandel euch selbst verwandelt. Dass ihr Dem, Den ihr nachahmt, immer ähnlicher werdet.
Kinder des Lichts, die stets auf den Herrn sehen, sind nicht einfach nur gut. Sie sind gütig. Gut sein wird schnell selbstbezogen: Bin ich nicht gut? – Gütig sein sieht den anderen. So, wie Gott die Menschen gütig, mit offenen Augen ansieht, lernen wir das Hinsehen neu. Menschen geraten in unseren Blick, vor denen wir sonst die Augen verschlossen hätten, an denen wir vorbeigesehen hätten. Güte beugt sich hinunter. Sie nimmt Ängste ernst, tröstet, ermutigt, hilft…
Kinder des Lichts, die stets auf den Herrn sehen, sind nicht richtig. Sie sind gerecht. Richtig sein wird schnell selbstbezogen: Ich habe alles richtig gemacht. – Gerecht ist, wer gerecht gemacht ist. So, wie Gott Menschen aufrichtet, sie auf Augenhöhe ansieht, lernen wir das Aufsehen neu. Ich bin nicht auf mich allein gestellt und nicht mir selbst überlassen. Da ist einer, Der mir den Rücken stärkt und mich verweist an die anderen. Leben kann nur gemeinschaftlich gelingen…
Kinder des Lichts, die stets auf den Herrn sehen, glauben nicht einfachen Wahrheiten. Sie glauben der einen Wahrheit. Einfache Wahrheiten täuschen Leben nur vor. Gottes Wahrheit verdunkelt nichts. Enttäuschtes und Getäuschtes wird geklärt. In der Klarheit und Wahrheit des göttlichen Augen-Blicks lernen wir das Ansehen neu. Wir lernen, wie Gott uns ansieht und wir lernen, einander anzusehen. Menschen der einen Wahrheit, du und ich und der andere sowieso haben Ansehen, Würde.
In Gottes Augen gütig, gerecht und wahr. Eine nachahmende, nachfolgende Kirche kann gar nicht anders, als leuchten. Kinder des Lichts, die wir sind, blenden nicht. Sie leuchten, denn sie spiegelt die Liebe wider, aus und in der sie selbst lebt. Aus ihr strahlt das Licht der Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit, das sie selbst in ihrem Innern erleuchtet. So bleibt es hell in der Welt.
♫ Oculi nostri ad Dominum Jesum, oculi nostri ad Dominum nostrum . Unsere Augen sehn auf den Herrn Jesus, unsere Augen sehn auf unsern Herren. ♫
Twitter-Nachricht heute Morgen aus dem Paul-Schneider-Haus: Biblische Zeugen haben gerade gepostet, dass dieses Licht absolut vertrauenswürdig ist, weil göttlicher Herkunft. Der Kommentar bzw. Tweed dazu: Das glaube ich; darauf verlasse ich mich: Die Botschaft des Lichts ist lauter Wahrheit. Amen
Und der Friede Gottes, der wider alle menschliche Unvernunft vernünftig und wahr ist, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus, dem Licht der Welt. Amen

Musik zur Meditation

(„Meditation“ von Daniel Hellbach (geb. 1958))

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten
unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

Lied: Durch das Dunkel hindurch (WL 19, 1-3.5)

1. Durch das Dunkel hindurch scheint der Himmel hell. Durch das Dunkel hindurch scheint der Himmel hell. So hell soll auch die Erde sein, steht auf, steht auf, steht auf, so hell soll auch die Erde sein, steht auf!
2. Durch das Dunkel hindurch dringt ein neues Wort. Durch das Dunkel hindurch dringt ein neues Wort. Das Wort wird uns zur Zuversicht, steht auf, steht auf, steht auf, das Wort wird uns zur Zuversicht, steht auf!
3. Durch das Dunkel hindurch führt ein neuer Weg. Durch das Dunkel hindurch führt ein neuer Weg. Der Weg wird unsre Zukunft sein, steht auf, steht auf, steht auf, der Weg wird unsere Zukunft sein, steht auf!
5. Durch das Dunkel hindurch schließen wir den Bund. Durch das Dunkel hindurch schließen wir den Bund. Den Bund, der uns mit Gott vereint, steht auf, steht auf, steht auf, den Bund, der uns mit Gott vereint, steht auf!
(Text: Hans-Jürgen Netz 1987; Melodie: Christoph Lehmann 1987)

Fürbittengebet

Wir danken Dir, Gott, für Deine Nähe und Deinen Zuspruch.
Du bist bei uns bis an der Welt Ende.
Wir vertrauen Deiner Verheißung und bitten Dich:

Erbarme Dich der Menschen, die nichts von Deiner Liebe spüren.
Öffne ihre Herzen für Deine Gegenwart.
G: Lass leuchten Dein Antlitz, so genesen wir.

Erbarme Dich der Menschen, deren Leben oberflächlich und leer geworden ist.
Öffne ihre Augen für Deine Fülle.
G: Lass leuchten Dein Antlitz, so genesen wir.

Erbarme Dich derer, deren Angst mit dem Virus mutiert.
Wandle die Funzel am Ende des Tunnels in ein strahlendes Licht der Hoffnung.
G: Lass leuchten Dein Antlitz, so genesen wir.

Erbarme Dich der Menschen, die an Leib und Seele krank sind.
Lass sie Hilfe und Heilung erfahren.
G: Lass leuchten Dein Antlitz, so genesen wir.

Erbarme Dich der Menschen, die sich stark machen für andere.
Erfülle sie mit Deiner Kraft und Liebe.
G: Lass leuchten Dein Antlitz, so genesen wir.

Erbarme Dich aller Verstorbenen und derer, die um sie trauern.
Geleite sie durch das Tal der Tränen und zieh sie in Dein Licht.
G: Lass leuchten Dein Antlitz, so genesen wir.

Erbarme Dich der Menschen, die in Kriegen und Konflikten auf der Strecke bleiben.
Reiß sie aus den menschengemachten Höllen.
G: Lass leuchten Dein Antlitz, so genesen wir.

Erbarme Dich der Menschen, die auf der Suche nach Freiheit und Leben
stranden in Flüchtlingslagern, an Grenzen, die unüberwindbar scheinen.
G: Lass leuchten Dein Antlitz, so genesen wir.

Guter Gott, Du bist das Licht der Welt.
Lass Dein Licht aufstrahlen mitten in der Finsternissen dieser Welt
und schenke uns Deinen Segen.
(ALLE:) Amen

Vaterunser

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name!
Dein Reich komme!
Dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf Erden!
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen,
denn Dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit,
Amen.

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lass leuchten Sein Angesicht über dir
und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe Sein Angesicht auf dich
und gebe dir Frieden.
Amen

Musik zum Nachklang

(„Gavotte“ von Matthew Camidge (1758-1844))

Kollektenhinweis:

In unseren Gottesdiensten sammeln wir regelmäßig Kollekten ein. Auch, wenn wir derzeit nicht zur gemeinsamen Feier zusammenkommen können, möchten wir Gelegenheit geben, zu teilen und wichtige kirchliche Aufgaben zu unterstützen.
Heute legen wir Ihnen die Kollekte für den Dienst an Frauen und deren Kinder in besonderen Notlagen ans Herz. Frauenhäuser bieten misshandelten Frauen und ihren Kindern zu jeder Tages- und Nachtzeit Schutz und Unterkunft. Hier können sie zur Ruhe kommen, endlich sicher sein, neue Perspektiven finden und eine Zukunft ohne Gewalt planen. Wenn Sie diese Gelegenheit nutzen möchten, überweisen Sie den von Ihnen zu bestimmenden Geldbetrag bitte auf das Konto der
Ev. Kirchengemeinde Büren-Fürstenberg
IBAN DE34 4726 1603 0135 3000.
Unter Verwendungszweck geben Sie bitte „07.03.2021 - Dienst an Frauen und deren Kinder in besonderen Notlagen“ an, damit wir das Geld korrekt einsetzen bzw. weiterleiten können. Vielen Dank!