Christfest am 26.12.2020

Mitwirkende:

Prediger/ Liturg: Pfarrerin Almuth Reihs-Vetter
Lektorinenn: Petra Luis/ Katrin Herting
Credo: Louis und Angelina Aust
Vaterunser: Familie Pferdmenges/ Teufert
Musik: M. Herting (Orgel)/ K. Herting (Flöte und Gesang)/ A. Reihs-Vetter (Gesang)

 

Glockengeläut und Orgelvorspiel

(Musik: "Lobt Gott, ihr Christen", Karl-Peter Chilla, *1949)

Eröffnung und Begrüßung

Im Namen Gottes,
des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
Der Himmel und Erde gemacht hat.

Der Herr sei mit euch!
Und mit deinem Geist
.

„Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns
und wir sahen Seine Herrlichkeit“ (Joh. 1, 14a)

Diese frohe Weihnachtsbotschaft gilt Dir –ob du dich zu den Gläubigen zählst oder eher zu den Ungläubigen.Ob du ein Zweifler bist oder zu den Vertrauensseligen gehörst.Ob dein Herz weint oder fröhlich ist.Ob Krankheit und Schmerz dich beugen oder du dich bester Gesundheit erfreust:Das Wort ward Fleisch und wohnt bei dir.Und du sollst Seine Herrlichkeit sehen! 

Darum lasst uns Christus ehren, Herz und Sinne zu Ihm kehren:

EG 39, 1-3,6,7 "Kommt und lasst uns Christus ehren"

1. Kommt und lasst uns Christus ehren, Herz und Sinnen zu ihm kehren; singet fröhlich, lasst euch hören, wertes Volk der Christenheit.

2. Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen; wir, die unser Heil annehmen, werfen allen Kummer hin.

3. Sehet, was hat Gott gegeben: seinen Sohn zum ewgen Leben. Dieser kann und will uns heben aus dem Leid ins Himmels Freud.

6. O du hochgesegnete Stunde, da wir das von Herzensgrunde glauben und mit unserm Munde danken dir, o Jesulein.

7. Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freundlich, bring uns alle dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel Heer erhöht.

(Text: Paul Gerhard 1666; Melodie: bei Matthäus Ludecus 1589 nach »Quem pastores laudavere« 15. Jh.)

Vorbereitungsgebet

Oh Gott, weißt Du, dass wir noch immer warten
auf Dich und auf das große Licht,
in das die Hirten damals ängstlich starrten
mit irdischem, ungläubigem Gesicht?

Du schicktest damals Deine Engel aus,um sie zu wecken aus dem Schlaf des Lebens;so fanden sie das mit Geburt gefüllte Hausund nahmen ihren dunklen Weg auch nicht vergebens.

Doch jener offne Himmel schloss sich wieder zu.
Er überließ das weite Feld erneut der Nacht.
Ach, auch den fernen Königen hast Du
die Zeichen Deiner Hoheit ausgebracht.

Als sie gegangen waren, kam die Stille.
Das Engelsgloria verhallte in der langen Zeit,
und von der ersten ungeheuren Fülle
sind unsre Lieder meistens fern und weit.

Nun weiß hier kaum noch einer, dass die Welt
mit Dir ein neues Angesicht bekommen hat.
Von Not und Krankheit ist der Blick verstellt -
wir haben Kummer, Elend, Krieg so satt!

Wir hoffen, Herr, dass Du Dich wieder sehen lässt;
ob wir nun Hirten sind, Könige oder nur wir -
das wäre dann ein wunderbares Weihnachtsfest,
und auch nicht dort und damals, sondern hier.

Gott, wenn es wahr ist, dass Du lebst und liebst,
dann rühr uns an. An Seele, Leib und Geist.
Lass uns empfangen, was Du schenkst und gibst
und was ein Leben aus der Fülle heißt.

Dann singen wir Dir, Herr, ein neues Lied -
erlöst, befreit und auf dem Atem Deiner Treue.
Und was auch immer uns erwartet und geschieht -
Dich preisen unsre Lieder stets aufs Neue.

Amen

(nach einer Vorlage von Helmut Aßmann)

Psalm 96 mit EG 624

Singet dem HERRN ein neues Lied;
singet dem HERRN, alle Welt!

Singet dem HERRN und lobet seinen Namen,
verkündet von Tag zu Tag sein Heil!

♫ Singet dem Herrn ein neues Lied, die ganze Welt sing fröhlich mit! Den Völkern allen saget an, was unser Gott für uns getan. ♫

Erzählet unter den Heiden von seiner Herrlichkeit,
unter allen Völkern von seinen Wundern!

Ihr Völker, bringet dar dem Herrn,
bringet dar dem Herrn Ehre und Macht.

Bringet dar dem Herrn die Ehre seines Namens
Bringt Geschenke und kommt in seine Vorhöfe!

Betet an den Herrn im heiligen Schmuck,
es fürchte ihn alle Welt.

Sagt unter den Heiden: Der Herr ist König.
Er hat den Erdkreis gegründet, dass er nicht wankt.
Er richtet die Völker recht. 

Gnädig und recht ist sein Gericht. Fest steht der Erdkreis, wanket nicht. Höret, ihr Völker nah und fern: Gott ist der König. Dient ihm gern.

Der Himmel freue sich und die Erde sei fröhlich,
das Meer brause und was darinnen ist;

das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist;
jauchzen sollen die Bäume im Walde

vor dem Herrn; denn er kommt,
denn er kommt, zu richten das Erdreich.

Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit
und die Völker mit seiner Wahrheit.

Himmel und Erde, freu dich sehr. Brause mit Macht, du weites Meer. Jauchzt eurem Schöpfer, Feld und Wald. Juble, du Mensch: der Herr kommt bald!

(Text: Hans Bernoulli 1983/1990; Melodie und Satz: Heinrich Schütz 1628/1661)

♫ Ehre sei dem Vater, dem Sohn und dem Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar. Und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen, Amen, Amen, Amen, Amen, Amen, Amen. ♫ 

Kyrie und Gloria

P: Kyrie eleison.
G: Herr, erbarme Dich

P: Christe eleison.
G: Christe, erbarme Dich.

P: Kyrie eleison.
G: Herr, erbarm Dich über uns. ♫

P: Ehre sei Gott in der Höhe.
Schola: Und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. ALLE: Gott in der Höh sei Preis und Ehr, den Menschen Fried auf Erden. Allmächtger Vater, höchster Herr, Du sollst verherrlicht werden. Herr Jesus Christus, Gottes Sohn, wir rühmen Deinen Namen; Du wohnst mit Gott, dem Heilgen Geist, im Licht des Vaters. Amen

Lesung des Predigttextes: Joh. 1, 1-5, 9-14

L: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen.

Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt erkannte es nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus menschlichem Geblüt noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Predigt

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und unserm Herrn und Heiland Jesus Christus. Amen

Am Anfang. Am Anfang ist die Luft klar. Sie riecht nach Regen. Und nach Erde. - Am Anfang ist der Himmel so dunkelblau, dass man den Morgenstern noch sieht. Am Rand aber ist er hellblau und gold. Und dann kommt die Sonne an. Ein riesengroßer flacher Ball. Und siehe, es ist sehr gut.
Die Schöpfung weiß, was am Anfang zu tun ist. Sie kennt die Regeln. Wenn es Tag wird. Wenn ein Same aufgeht. Und der Regen die Luft sauber gewaschen hat. Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und Regen und Tag und Nacht und Sonne und das Licht.
Der Anfang ist ein Raum und in dem ist alles da und doch noch im Werden. So vieles, was entstehen kann. So vieles, das vergehen wird. Im Anfang ist beides da: Werden und Vergehen, Beginn und Ende. A und O.

Am Anfang. Am Anfang ist das Licht mild. Die Welt sieht anders aus in diesem Licht. Du siehst das Gute. Das Schöne. Auch das Versöhnliche.Du siehst das, was du sonst übersiehst. Den kleinen Tropfen auf der Fensterscheibe in Regenbogenfarben. Die Christrose zwischen dem Laub. Den Herrnhuter Stern im Türeingang. Du siehst, wie schön die Falten deiner alten Nachbarin sind. Sie haben so viel zu erzählen. Du siehst die kleine Hand deines Enkelkindes, die einen Regenwurm streichelt. Und du siehst vielleicht, wie jemand hungernd und frierend am Straßenrand sitzt, und du bringst ihm einen heißen Kaffee und ein belegtes Brötchen. Am Anfang sind deine Augen klarer als sonst. Und du siehst, dass du nicht alles auf Anfang setzen kannst, aber dass du ein Teil davon bist. Mittendrin im Anfang.

Am Anfang. Am Anfang ist die Liebe. Und diese Liebe ist leicht und unbeschwert.
In diesem einen Augenblick am Anfang - da zählt nicht, was die anderen sagen. Nur die zarte Berührung. Die Sehnsucht und der Blick in die strahlenden Augen. Am Anfang ist eine Strähne, die ins Gesicht fällt. Und ein pochendes Herz. Pures Verstehen ohne Erklären. Ganzsein. Ganz und gar. Ein Fleisch werden. – Ja, die Liebe wird Fleisch. Wird Berührung und Herzschlagen und Wortestammeln. Gott fängt mit jeder Liebe neu an. Und wird Fleisch in jeder Liebe. Die Liebe ist der Raum des Anfangs. Die Verheißung, dass alles gut ist. Weil Gott es gut gemacht hat. Alles ergibt einen Sinn. Alles fügt sich zusammen in diesem Raum der Liebe. Im Anfang.

Am Anfang war das Wort. Der Anfang ist unschuldig. Wie ein Blatt Papier. Weiß und unbeschrieben. Worte werden noch geboren. Und du weißt am Anfang noch nicht: Sind sie müde oder voller Kraft? Trösten oder erschrecken sie? - Hinter allen Worten ist das eine Wort. Es kommt noch nicht auf deine Lippen. Denn du ahnst nur, dass es da ist. Deine Sehnsucht nach dem Woher und Wohin. Deine Liebe. Dein Leben. Alles ist darin, in diesem Wort.

Am Anfang ist das eine Wort bei Gott. Der Sinn allen Lebens - verborgen in dem Einen. Nicht zu greifen. Das Wort, das Eine, es kommt zur Welt. In einem Stall. Dort, wo es nach Tier-Dung riecht und das Stroh piekst. Wo die Welt zusammenschrumpft auf einen Moment und einen Ort. Der ist nichts Besonderes - und doch alles.
Eigentlich gibt es dafür keine Worte: für dieses Große, was uns hält, und für das Schöne, was uns umschließt. Unsere Worte sind zu klein dafür. Zu klein für Gott. Zu klein für das Leben. Zu klein für das Wunder.

Der Anfang ist unschuldig. Und ja, alles auf Anfang stellen: das würde ich gern. Keine Worte suchen müssen. Keine Trennung spüren. Eins sein. Was am Anfang so leicht ist, wird im Weitergehen so schwer. Liebe lässt sich nicht halten. Gott auch nicht. Und Gott wird zu groß für mich. Ich spüre wie verletzlich ich bin. Zu Weihnachten besonders. Und in diesem Jahr erst recht. Die Haut ist dünn geworden... Angst und Sorge sind mächtig. Streit tut heute besonders weh. Alleinsein ist kaum auszuhalten. Und auch nicht die Sehnsucht nach mildem Licht und erster Liebe. Ich bin nicht mehr am Anfang. Ich bin weitergegangen. Das Leben hat mich gezeichnet. Ich suche meine Schritte durch das Leben in dieser Welt, die ebenso wenig unschuldig geblieben ist wie ich. Nicht nur meine Worte sind zu klein. Auch ich bin zu wenig. Zu unscheinbar. Zu unbedeutend.
Ja, ich möchte alles auf Anfang stellen. Mein Leben. Möchte selbst neu anfangen können. Das Meine dazu tun, dass diese Welt neu anfangen kann. Mit Gott Anfängerin sein. Ob das nicht doch geht? Dass das Wort auch in mir Fleisch wird und anfängt?
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.

Am Anfang. Am Anfang ist dieses Kind. Fleischgewordenes Wort. Leben pur. Lebendiges Bündel. Suchender Mund. Geschlossene Augen. Ausgeliefert und bedingungslos. Noch ganz verschleimt. Und mit pulsierender Nabelschnur. Es ist da. In diesem Anfang ist es ganz da. Für dich. Und für mich. Und für alle, wo auch immer sie sind. Zuhause. In der Kirche. Oder weit, weit weg.
Im Anfang ist dieses Kind und es kann dir nichts tun, außer dein Herz zu stehlen. Dieses Kind - entstanden aus der Liebe von zwei Menschen. Aus Gott. Aus Leidenschaft und Hingabe. Im Anfang ist dieses Kind. Die Liebe zwischen Gott und Mensch. Dieses Kind setzt alles auf Anfang. Alles ist neu. Alles beginnt neu. – Und neu ist nicht perfekt. Sondern verschleimt und zerknittert. Ausgeliefert und bedingungslos. Suchend und geborgen zugleich.

Du kannst nicht alles auf Anfang stellen. Aber das Kind tut es. Gott tut es. Gott weiß, was zu tun ist mit deinen Anfängen und Stolperschritten. Mit deiner Sehnsucht und deiner Traurigkeit. Mit deiner Angst, deiner Krankheit, deiner Not. Mit deinem ungläubigem Glauben und deinem gläubigen Unglauben.Du bist Sein Kind. Du bist dieses Kind, das Fleisch gewordene Wort. Anfängerin des Lebens. Anfänger der Liebe bist du. Du mit deinen Falten und deinen Träumen. Du mit deiner verschleimten Nabelschnur. Ausgeliefert und bedingungslos. Suchend und findend. Der Stall ist dein Anfangsort. Dort, wo es nach Tier-Dung riecht und das Stroh piekst. Dort, wo du dein Kind beim Home-Scooling unterstützt oder die Bilanzen der Firma prüfen musst, wo du an der Kasse Kleingeld entgegen nimmst oder einen Patienten auf der Intensivstation an die Lungenmaschine anschließt. Wo du der alten Nachbarin eine Tüte Plätzchen vor die Tür stellst oder dem Flüchtling vor Gericht beistehst... - Überall wo du bist, bist du richtig. Weil Gott da ist. Bei dir. Und mit dir anfängt, ins Leben zu gehen.

Im Anfang war das Wort. - Im Anfang bist du. Nicht perfekt, aber neu. Vielleicht noch dünnhäutiger. Vielleicht noch verletzlicher. Vielleicht noch ausgelieferter. Gott hat dich wunderbar gemacht. Wie dieses Kind in diesem Stall.
Gott weiß, was am Anfang zu tun ist. Auch mit dir. Er kennt die Regeln. Wenn es Tag wird, wenn ein Same aufgeht und der Regen die Luft sauber gewaschen hat. Gott weiß, wie es mit dir weitergeht, du Kind Gottes. Und geht mit dir deine Schritte ins Leben. Und siehe, alles ist nicht perfekt, aber neu. Siehe, alles ist sehr gut.

Amen.

Und der Friede, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen

Musik zur Meditation nach der Predigt

Glaubensbekenntnis

fT 108 "Gott spricht uns zu sein schönstes Wort"

1. Gott spricht uns zu sein schönstes Wort: In ihm geht er uns entgegen und ruft einen jeden bei seinem Namen, wartet voll Sehnsucht auf unser JA.

2. Gott spricht uns zu sein tiefstes Wort. Es ist bis heut nicht verklungen., hat leise und sanft das Schweigen gebrochen, mit seinem Klang die Nacht erfüllt.

3. Gott spricht uns zu sein letztes Wort, schenkt uns in ihm die Erlösung. Er lässt seinen Stern am Himmel erstrahlen: Er soll uns führen durch die Nacht.

4. Gott hat in seinem eignen Sohn sich in die Welt gegeben. Wer ihn bei sich aufnimmt und ihn zur Welt bringt, wird neu geboren, der wird Mensch.

(Text – nach einem Zitat von Karl Rahner – und Musik: Barbara Kolberg 2006))

 

Fürbittengebet

Gott, weil Du als Mensch gewordenes Wort einen neuen Anfang mit dieser Welt und uns machst, können auch wir neu anfangen. Wir bitten Dich:

Sprich Dein Wort der Klarheit zu den Suchenden, die nochmal neugierig geworden sind auf das, was Weihnachten für ihr Leben bedeuten kann. Herr, erbarme Dich!

Sprich Dein Wort des Lichtes zu denen, die im Dunkeln stehen. Die dieses Weihnachtsfest allein feiern müssen und sich verlassen und einsam fühlen. Herr, erbarme Dich!

Sprich Dein Wort der Geborgenheit zu denen, die eine Herberge suchen, auf der Flucht, auf dem Weg zu einem neuen Anfang. Herr, erbarme Dich!

Sprich Dein Wort der Ermutigung zu denen, die sich nach Unbeschwertheit und Fröhlichkeit sehnen, zu den großen und kleinen Menschen, die das Gefühl haben, dass das Leben eine ganze schöne Last ist, zu oft. Herr, erbarme Dich!

Sprich Dein Wort der Kraft zu denen, die in diesen Tagen und Wochen um das Leben der Kranken ringen – auf den Intensivstationen der Krankenhäuser, in den Flüchtlingslagern, in den vergessenen Winkeln unserer Welt. Herr, erbarme Dich!

Sprich Dein Wort des Lebens zu denen, die alt geworden sind wie Simeon und Hanna, in den Heimen, Krankenhäusern und Hospizen. Zu denen, die krank sind und sich zum Sterben bereiten. Herr, erbarme Dich!

Sprich Dein Wort des Trostes zu den Trauernden, die in diesen Tagen ihre Lieben so schmerzlich vermissen und nicht wissen, wie das neue Jahr nur werden soll. Herr, erbarme Dich!

Gott, weil Du als Mensch gewordenes Wort einen neuen Anfang mit dieser Welt und uns machst, können auch wir neu anfangen. Dir sei Lob und Dank in Ewigkeit. Amen

Vaterunser

EG 44 "Oh du fröhliche"

1. O du fröhliche, O du selige, / gnadenbringende Weihnachtszeit! / Welt ging verloren, Christ ward geboren: / Freue, freue dich, O Christenheit!

2. O du fröhliche, O du selige, / gnadenbringende Weihnachtszeit! / Christ ist erschienen, uns zu versühnen: / Freue, freue dich, O Christenheit!

3. O du fröhliche, O du selige, / gnadenbringende Weihnachtszeit! / Himmlische Heere jauchzen dir Ehre: / Freue, freue dich, O Christenheit! Himmlische Heere jauchzen dir Ehre: / Freue, freue dich, O Christenheit!

(Text: Str. 1 Johannes Daniel Falk (1816) 1819; Str. 2-3 Heinrich Holzschuher 1829;
Melodie: Sizilien vor 1788, bei Johann Gottfried Herder 1807)

Segen

Musik zum Nachklang