Gottesdienst am Sonntag Palmarum 05. April 2020

Musik zum Eingang (Meinolf Herting, Orgel)

 

Eröffnung (Pfrn. Almuth Reihs-Vetter/ Pfr. Claus-Jürgen Reihs)

P: Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.

G: Amen.

P: Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,

G: Der Himmel und Erde gemacht hat.

P: Der Herr sei mit euch.

G: Und mit deinem Geist.

Herzlich willkommen zum Gottesdienst am Palmsonntag. 

In dieser so stillen Zeit wird es mit diesem Sonntag noch einmal stiller. Heute beginnt die Kar-Woche, Höhepunkt des Kirchenjahres. Sie führt uns durch die Tage des Leidens und Sterbens Jesu hin zum Fest Seiner Auferstehung. Wir eröffnen sie, indem wir an den Einzug Jesu in die Stadt Jerusalem erinnern und uns mit denen vereinen, die Jesus dort einst begrüßt haben.

Lesung des Evangeliums:

So schreibt der Evangelist Johannes im 12. Kap.: Als die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem käme, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen: „Hosianna! Gelobt sei, Der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!“ Jesus aber fand einen jungen Esel und ritt darauf, wie geschrieben steht: „Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.“ Das verstanden Seine Jünger zuerst nicht. Das Volk aber, das bei Ihm war, als Er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, rühmte die Tat. Darum ging Ihm auch die Menge entgegen, weil sie hörte, Er habe dieses Zeichen getan. Die Pharisäer aber sprachen untereinander: „Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft Ihm nach.“
(Joh. 12, 12-19)

So laufen auch wir Ihm nach und begleiten Ihn durch Stationen Seines Leidens und Sterbens bis zur österlichen Siegesfeier. Wir tun das mitten in unserer eigenen Passionsgeschichte. Im Leiden dieser Welt, in der Bedrohung durch das Corona-Virus, mit der Hoffnung auf Leben.

Wie soll ich Dich empfangen – Lied: EG 11, 2.5.8 (Meinolf Herting, Orgel/ Katrin Herting, Flöte)

Entfaltetes Kyrie

(mit EG 178.11 – Pfr. Claus-Jürgen Reihs/ Pfrn. Almuth Reihs-Vetter)

Jesus Christus,

Du bist im Kommen und wir gehen Dir entgegen.
Du bist der „Gott-für-uns“.
Dein Herz fließt über vor Liebe und Güte.
Lass uns eintauchen in den Strom Deines Erbarmens.
♫ Herr, erbarme Dich, erbarme Dich. Herr, erbarme Dich. Herr, erbarme Dich. ♫

Allmächtiger Gott, himmlischer Vater,
wir verstehen Deine Wege nicht.
Unsere Fragen und Sorgen halten wir Dir hin:
die Bedrohung durch das Virus,
den Tod, der allgegenwärtig ist,
das Leid, das auch vor unseren Familien nicht Halt macht.
Lass uns nicht versinken in den schlammigen Tiefen der Trostlosigkeit.
♫ Herr, erbarme Dich, erbarme Dich. Herr, erbarme Dich. Herr, erbarme Dich. ♫

Heiliger Geist,
Du schenkst Hoffnung gegen den Augenschein.
Du wirkst Gemeinschaft und Vertrauen –
auch mit denen, die gerade nicht bei uns sein können.
Erfülle uns mit dem Glauben an das Leben,
mit der Zuversicht auf ewiges Leben.
♫ Herr, erbarme Dich, erbarme Dich. Herr, erbarme Dich. Herr, erbarme Dich. ♫

Ewiger Gott,
statt Palmzweigen legen wir Dir heute Morgen unseren Mangel
und statt der Kleider unsere Sehnsucht vor die Füße.
Wie sehr sehnt es uns nach Deiner Liebe.
Hilf uns, sie zu spüren –
im Hören und Reden, im Singen und Beten.
♫ Herr, erbarme Dich, erbarme Dich. Herr, erbarme Dich. Herr, erbarme Dich. ♫ Amen

Das Kreuz ist aufgerichtet – EG 94 (Meinolf Herting, Orgel/ Katrin Herting, Flöte (Melodie EG 521))

Predigt (Pfrn. Almuth Reihs-Vetter)

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen

Liebe Gemeinde,

die Scherben liegen vor ihm. Das Leben, das so sicher schien, zerbrochen. Wie soll es sich jemals wieder zusammenfügen lassen? Er bückt sich und hebt vorsichtig jede einzelne Scherbe auf. Sein Unternehmen. Es war gut gelaufen, sie hatten reichlich Aufträge gehabt; er hatte überlegt, weitere Mitarbeiter einzustellen... Das Haus. Erst vor wenigen Monaten hatte er den Kaufvertrag unterschrieben, unbeschwert und voller Zuversicht. Bei der Konjunkturlage würde er kein Problem haben, es nach und nach abzubezahlen… Der Sommerurlaub. Wie hatte seine Frau gestrahlt: endlich mal wieder nach Italien zu reisen. Seit der Hochzeit waren sie nicht mehr dort gewesen. Und die Kinder waren auch schon ganz aufgeregt: Spaghetti und Eis und Sonnenschein pur – das würde paradiesisch werden!... Die Oma. Wie schwer war es ihnen gefallen, sie ins Pflegeheim zu geben. Zum Glück hatte sie sich gut eingelebt und ganz wohl gefühlt. Sie hatten sie aber auch jeden zweiten Tag besucht... – Er lässt eine Scherbe nach der anderen sinken. - Und nun scheint alles hin. Wegen eines winzigen, unsichtbaren Virus. Wut steigt in ihm auf. Und zugleich lähmende Erschöpfung. Sein Betrieb musste Kurzarbeit anmelden. Diese Krise wird ihn um Jahre zurückwerfen, vielleicht sogar die berufliche Existenz kosten. Wird er das Haus halten können? Den Urlaub können sie sich gleich abschminken. Wer weiß im Übrigen, ob man im Juli überhaupt schon wieder reisen kann. Am schwersten zu ertragen aber: Oma. Sie dürfen sie nicht mehr besuchen. Ihre Stimme am Telefon klingt tapfer, aber beim „Fensterln“, wie die Kinder den Besuch durch die Scheibe nennen, hat er ihre verzweifelten Augen gesehen. Was, wenn sie sich infiziert? Hätte sie mit ihren 87 Jahren eine Chance zu überleben? Tränen laufen ihm über die Wangen und netzen die Scherben… -

Die Scherben liegen vor ihm. Immer noch. Dazwischen die Reste vom Abendessen. Fisch und Brotkrümel. Und überall Tropfen von Nardenöl. Sie schimmern und duften. Ein schwerer Geruch und zugleich ganz leicht. Er vermischt sich mit dem Fisch und dem Wein und dem Schweiß. In den Wandteppichen hängen noch die Stimmen, die zornigen und die lauten, die leisen und die sanften auch. Er bückt sich und sammelt vorsichtig jede einzelne Scherbe auf. Das Öl, das an ihnen hängt, wischt er behutsam ab und verteilt es auf seiner Haut. Da, wo die Narben besonders dick sind und wehtun. - Er lächelt, als er an die Frau denkt… Der Geruch des Nardenöls erfüllt noch den Raum. Und er hofft, dass er möglichst lange da bleibt. Denn er tut seinen Wunden so gut, auch den Wunden auf seiner Seele.
Mutig war diese Frau gewesen, einfach so einzutreten in die Männerrunde. Simon kannte sie nicht und die anderen kannten sie auch nicht. Aber als sie eintrat, verstummten sie auf einmal. Was will die hier? Merkt sie nicht, dass sie stört? Und alle Blicke waren auf sie gerichtet. Aber sie kümmerte sich nicht darum. Sie wusste, was sie wollte - wohin sie wollte. Zielsicher durchschritt sie den Raum. Keiner traute sich, sie aufzuhalten. Sie sprach kein Wort. Nur das Zerbrechen des Öl-Gefäßes war zu hören. Die Scherben fielen auf den Boden und der Duft verströmte. Und die Liebe nahm ihren Lauf.

Liebe.
Sie fließt über.
Sie ist verschwenderisch.
Der liebende Duft.
Duftende Berührung.
Alles ganz nah.
Mit ungewisser Zukunft.

Die Frau ist bei Jesus. Sie, die Unbekannte, die Liebende. Sie salbt Ihn, Jesus, zum König. Wie einst Samuel den David salbte. Jesus, der Gesalbte, der Messias, König und Retter der Welt. Der auf einem Esel in Jerusalem einzog. Er war gefeiert und bejubelt worden. Hatte berührt und wurde berührt.
Im Tempel trat Er sehr unköniglich, aber handfest auf.
Die arme Witwe bewunderte Er.
Er ließ sich von der blutflüssigen Frau anfassen.
Die todgeweihte Tochter des Jairus nahm Er an die Hand.
Ohne jede Angst. Ohne Vorbehalte.
Der Gesalbte. Der verschwenderisch Liebende.

Wie sehr sehnen wir uns in diesen Tagen und Wochen genau danach: nach einem handfesten Gegenüber, nach Nähe, nach Berührung, nach dem Duft der Liebe. Auf 2 Meter Abstand, mit Atemmasken vor dem Gesicht, können sich die Menschen kaum in die Augen sehen. Selbst die Stimmen klingen leiser, wenn man sich beim Einkaufen doch begegnet. Der Duft von Frühling, den Blumen und Bäume verströmen, spottet den menschenleeren Straßen und ihren einzelnen gebeugten Wanderern. Er wird überlagert von dem Geruch der Angst und dem immer näher rückenden Gestank des Todes. Die Liebe nahm ihren Lauf? Wohin um Gottes willen ist sie gelaufen?

Die Scherben liegen vor uns. An ihnen haftet nicht der liebliche Duft kostbaren Nardenöls, sondern der Geruch der Verwesung. Er konfrontiert uns mit den Folgen unserer Lieblosigkeit. Unseres konsum-orientierten Lebensstils, der Globalisierung und der Ausbeutung der Schöpfung: „Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht…“? Wie sollten wir lächeln beim Aufsammeln der Scherben, die unsere Verschwendung verursacht?…

Jesus, der Gesalbte. Auch Seine Verschwendung ist anstößig. Aber anders, ganz anders: Was bringt die Rettung der kleinen Tochter von Jairus für die Toten der Welt? Und das kleine Opfer der Witwe, wenn der Reiche nichts gibt? Wo bleibt der Ertrag? Und Seine Verschwendung wird noch anstößiger. Er setzt sich selbst aus. Setzt Sein Leben aus. Verschwendet Seine Liebe an Menschen, die Ihn töten wollen - und das auch tun. Er verhandelt nicht mit den Obersten, Er erreicht keinen Kompromiss. Stattdessen teilt Er Brot und Wein mit Seinen Freunden und Freundinnen. Geht ans Kreuz mit Seiner verschwenderischen Liebe. Verströmt sie an die Verbrecher neben Ihm. Und wird sterben - mit ihr.

Liebe fließt über.  
Sie ist verschwenderisch.
Gibt sich selbst hin.
Und nimmt gerade so ihren Lauf.

Kostbares Öl auf Jesu Haupt. Öl, das man hätte gut verkaufen können. Es macht Ihn zum Gesalbten. Zum König. Zum Sterbenden. Als Sterbender bleibt Er der Gesalbte, der König und Retter.
Der Retter muss Seine Liebe verschwenden. Er kann sie nicht für sich behalten und nutzbringend einsetzen.
So wie das Öl von Seinen Haaren tropfen muss und sich auf dem Boden verteilt. Tropfen bildet. Scherben hinterlässt. Und die anderen verstört. – Die Frau, die Namenlose, kümmert sich nicht darum. Sie tut, was ansteht. Nimmt vorweg, was kommen wird. Sie zeigt, wer Jesus ist. Der Gesalbte. Der verschwenderisch Liebende.

Er bückt sich und sammelt vorsichtig die Scherben auf. Das Öl, das an ihnen hängt, wischt er behutsam ab und verteilt es auf seiner Haut. Da, wo die Narben besonders dick sind und wehtun. Er lächelt, als er an die Frau denkt…

Liebe strömt den Kopf hinab und tropft auf den Boden, netzt die Scherben. Nimmt ihren Lauf. Sie tut alles, um den Mitarbeitenden nicht kündigen zu müssen, mit der Familie auch zuhause unbeschwerte und erfüllende Ferien zu erleben und die Oma durch Fensterscheibe und Telefon ihre tröstende Nähe spüren zu lassen.
Verschwenderische Liebe stellt die Einkäufe für die alte, kranke Nachbarin vor die Tür und dazu eine dampfende Hühnersuppe. Stundenlang hat sie sie gekocht für die Kranke… Verschwenderische Liebe setzt sich selbst aus, nimmt das Risiko der eigenen Infektion in Kauf, um Kranken die notwendige medizinische und pflegerische Hilfe zukommen zu lassen. Verschwenderische Liebe näht Atemschutzmasken, schreibt Briefe, telefoniert. Sie hört zu. Sie betet für dich und umarmt dich auch über 2 Meter und sogar hunderte von Kilometern hinweg, wenn du selber keine Kraft hast zum Lieben.
Liebe ist so verschwenderisch, dass ihre Tropfen reichen für deine Narben, die auf der Haut und auf der Seele. Ihr Duft vermischt sich mit den Gerüchen deines Lebens und sogar denen deines Sterbens. Denn sie lässt sich nicht einmal vom Tod aufhalten.
Amen

Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsre Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen

Musik zur Meditation

Glaubensbekenntnis (Louis und Angelina Aust)

Ich glaube an Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn,

unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters;

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben.

Amen.

Ich will Dich lieben, meine Stärke – EG 400 (Meinolf Herting, Orgel/ Katrin Herting, Flöte)

Fürbittengebet

Lasst uns die Welt und ihre Not Dem ans Herz legen, Der sie in Liebe erschuf, sie erhält und nicht aufhört, ums sie zu ringen:

Wir bitten Dich, Gott, für die alten und pflegebedürftigen Menschen, für die das Corona-Virus eine besondere Gefahr darstellt. Für die Dementen, die nicht verstehen, warum sie isoliert werden und keinen Besuch mehr haben dürfen; für die Sterbenden, die ohne ihre Nächsten von dieser Welt gehen müssen. Lass sie Deinen Trost erfahren. Wir rufen:

♫ Komm, heilger Geist, mit Deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft. ♫

Wir bitten Dich, Gott, für die jungen Menschen, die mit der Situation genauso überfordert sind wie die Alten. Lass sie Rücksicht lernen und den Glauben und die Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft nicht verlieren. Wir rufen:

♫ Komm, heilger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft. ♫

Wir bitten Dich, Gott, für alle Familien, die in dieser Zeit ganz neu aneinander gewiesen sind. Schenk ihnen Geduld miteinander und lass sie die Kraft der Liebe erfahren. Wir rufen:

♫ Komm, heilger Geist, mit Deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft. ♫

 

Wir bitten Dich, Gott, für die Konfirmandinnen und Konfirmanden und ihre Familien. Schon lange freuen sie sich auf ihre Konfirmation und sind nun im Ungewissen, wann sie wird stattfinden können. Lass sie erfahren, dass sie gut aufgehoben sind in ihrer Gemeinde. Wir rufen:

 

/p>♫ Komm, heilger Geist, mit Deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft. ♫

 

Wir bitten Dich, Gott, für alle Liebenden, die einander im Moment nicht sehen, begegnen und spüren können, weil sie in verschiedenen Städten oder Ländern wohnen. Mach ihre Liebe stark und schenk ihnen Phantasie, ihr Miteinander zu gestalten. Wir rufen:

♫ Komm, heilger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft. ♫

Wir bitten Dich, Gott, für alle Menschen, die ihr eigenes Leben riskieren, um die Grundversorgung aufrechtzuerhalten und Erkrankten zu helfen. Für die Politikerinnen und Politiker, die jetzt mit Weitblick zu handeln versuchen, und Notprogramme organisieren. Schütze und Behüte sie. Gib ihnen Mut und Stärke im Kampf gegen das Virus. Wir rufen:

♫ Komm, heilger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft. ♫

Wir bitten Dich, Gott, für die unzähligen Menschen, deren Leben dem Corona-Virus schon zum Opfer gefallen ist. Wir wissen sie in Deiner Hand geborgen. Gib ihren Angehörigen und Freunden, die vielfach ohne Trauerfeier Abschied nehmen mussten, Kraft, Mut und Zuversicht. Wir rufen:

♫ Komm, heilger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft. ♫

Wir bitten Dich, Gott, für die Schwächsten in dieser Pandemie, die schon lange unter Hunger und Durst, Armut und Elend leiden und nun auch noch durch das Corona-Virus bedroht sind. Wie sollen die Menschen in den Slums und Elendsvierteln der Welt Abstand halten? Wie kann Hygiene vor Ansteckung schützen, wenn Wasser und Seife jetzt schon fehlen? Wir rufen:

♫ Komm, heilger Geist, mit Deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft. ♫

Wir bitten Dich, Gott, für alle Menschen, die in dieser Zeit in Flüchtlingscamps und Auffanglagern sitzen und auf eine Zukunft hoffen. Hilf, dass sie nicht vergessen werden, sondern Solidarität und Rettung erfahren. Wir rufen:

♫ Komm, heilger Geist, mit Deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft. ♫

Alles, was uns bewegt, das Gesagte und Unausgesprochene, legen wir in die Worte, die Christus uns geschenkt hat:

Vaterunser

(Pfrn. Almuth Reihs-Vetter/ Pfr. Claus-Jürgen Reihs)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme, dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen

Der HERR segne uns und behüte uns,

der HERR lass leuchten Sein Angesicht über uns und sei uns gnädig,

der HERR erhebe Sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden.

Amen, amen, amen.