Glockengeläut

Eröffnung und Begrüßung (Pfrn. Reihs-Vetter/ B. Ape, J. Engelmann, K. Herting)

P:  Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.
G: Amen.
P:  Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
G:  Der Himmel und Erde gemacht hat.
P: Der Herr sei mit euch.
G: Und mit deinem Geist.  

Begrüßung (Pfrn. Reihs-Vetter)

Herzlich willkommen zum Gottesdienst am Sonntag Kantate. „Singet!“, heißt das übersetzt. Dieser Name nimmt den Wochenspruch aus dem 98. Psalm auf, da heißt es: Singet dem Herrn ein neues Lied, denn Er tut Wunder! (Ps. 98, 1).
Singet!? In Corona-Zeiten? - Gottesdienste in Kirchen zu feiern, ist von der Regierung unter genau einzuhaltenden Hygienevorschriften wieder frei gegeben, aber gesungen werden darf nicht. Wie sollte das auch möglich sein mit Masken im Gesicht?
Singet!? Was könnte uns überhaupt singen machen, die wir auf ein Wunder in der Corona-Krise hoffen und es ist doch nicht in Sicht. – 
Singet! Die Sehnsucht nach dem Wunder kann die Zunge lösen! Die Hoffnung und das Vertrauen, dass Gott größer ist als das Virus, kann die Stimme befreien. So lasst uns gegen die Angst ansingen und Gott die Ehre geben. 

Psalmgebet: Ps. 98, 1-9 (Pfrn. Reihs-Vetter/ Louis Aust)

Singet dem Herrn ein neues Lied,
denn er tut Wunder.

Er schafft Heil mit seiner Rechten
und mit seinem heiligen Arm.

Der Herr lässt sein Heil kundwerden;
vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar.

Er gedenkt an seine Gnade und Treue für das Haus Israel,
aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.

Jauchzet dem Herrn, alle Welt,
singet, rühmet und lobet!

Lobet den Herrn mit Harfen,
mit Harfen und mit Saitenspiel!

Mit Trompeten und Posaunen
jauchzet vor dem Herrn, dem König!

Das Meer brause und was darinnen ist,
der Erdkreis und die darauf wohnen.

Die Ströme sollen frohlocken,
und alle Berge seien fröhlich vor dem Herrn;
denn er kommt, das Erdreich zu richten.

Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit
und die Völker, wie es recht ist. 

Ehre sei dem Vater: WL 23 (J. Engelmann/ K. Herting/ Pfrn. Reihs-Vetter)

♫ Ehre sei dem Vater, dem Sohn und dem Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen, Amen, Amen, Amen, Amen, Amen, Amen. ♫

Kyrie mit EG 178.11 (Pfrn. Reihs-Vetter/ J. Engelmann/ K. und M. Herting)

Gott, unser Lied,
Dich rühmen die Himmel und Dich preist die Erde,
doch uns bleibt der Gesang im Halse stecken angesichts der Angst und Not.
Befreie unsere Kehle und bring Dein Lied auf unseren Lippen zum Klingen
Wir rufen:
♫ Herr, erbarme Dich, erbarme Dich. Herr, erbarme Dich. Herr, erbarme Dich. ♫ 

Jesus Christus, klingendes Wort,
Dich lobt Deine Kirche mit dem Lied der Erlösten,
doch unsere Lebensmelodie ist unterbrochen durch ein Virus.
Erfülle uns mit Deinem Ton, dass ein neues Lied in unseren Herzen entsteht.
Wir rufen:
♫ Herr, erbarme Dich, erbarme Dich. Herr, erbarme Dich. Herr, erbarme Dich. ♫ 

Heiliger Geist, Tanz der neuen Schöpfung,
vor Dir verneigen sich die Engel und Mächte des Alls,
doch unsere Füße vermögen nicht einzutreten in den feiernden Reigen.
Löse uns aus der Lähmung, bring uns in Bewegung, zieh uns hin zu Dir.
Wir rufen:
♫ Herr, erbarme Dich, erbarme Dich. Herr, erbarme Dich. Herr, erbarme Dich. ♫ 

Vorspruch zum Gloria (Pfrn. Reihs-Vetter):
Wenn Gottes Geist uns inspiriert
und die Kraft Seiner Liebe in uns Raum gewinnt,
bleiben wir nicht stumm.
Dann wird unser Leben verwandelt und vom Klang des Evangeliums erfüllt.

Wenn Er uns Klänge, Rhythmen und Melodien eingibt,
wenn unsere Stimmen sich verbinden mit denen der Engel und der ganzen Schöpfung,
dann erklingt schon jetzt Gottes ewiges Lob:

Gloria in excelsis: EG 180.2 (Pfrn. Reihs-Vetter/ B. Ape, J. Engelmann, K. und M. Herting)

P: Ehre sei Gott in der Höhe.
G: Und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. 
ALLE: Gott in der Höh sei Preis und Ehr, / den Menschen Fried auf Erden. / Allmächtger Vater, höchster Herr, /  Du sollst verherrlicht werden. / Herr Jesus Christus, / Gottes Sohn, / wir rühmen Deinen Namen; / Du wohnst mit Gott, dem Heilgen Geist, / im Licht des Vaters. / Amen 
Text: Ökumenische Fassung 1971 nach »Gloria in excelsis Deo« 4. Jh.; Melodie: Augsburg 1659

Tagesgebet (Pfrn. Reihs-Vetter)

Gott, Du komponierst das Leben in der Welt
und leitest den Chor Deiner Geschöpfe. 
In Jesus Christus erstrahlt die Stimme eines neuen Lebens. 
Wir bitten Dich: 
Gib, dass diese Stimme uns berührt;
dass sie an unser Ohr dringt
und in unserer Seele Widerhall findet.
Hilf uns, dass wir uns tragen lassen 
von Seiner Melodie des Lebens 
und einstimmen in den Refrain Deiner Güte.
Das bitten wir Dich, den Akkord des Glaubens: 
Vater, Sohn und Heiligen Geist.
Amen 

Lesung des Predigttextes: 2. Chr. 5, 2-5.12-14 (B. Ape)

Der Predigttext für den Sonntag Kantate steht im 2. Chronik-Buch, in Kapitel 5: 
Salomo versammelte alle Ältesten Israels, alle Häupter der Stämme und die Fürsten der Sippen Israels in Jerusalem, damit sie die Lade des Bundes des HERRN hinaufbrächten aus der Stadt Davids, das ist Zion. Und es versammelten sich beim König alle Männer Israels zum Fest, das im siebenten Monat ist. Und es kamen alle Ältesten Israels, und die Leviten hoben die Lade auf und brachten sie hinauf samt der Stiftshütte und allem heiligen Gerät, das in der Stiftshütte war; es brachten sie hinauf die Priester und Leviten…
Und alle Leviten, die Sänger waren, nämlich Asaf, Heman und Jedutun und ihre Söhne und Brüder, angetan mit feiner Leinwand, standen östlich vom Altar mit Zimbeln, Psaltern und Harfen und bei ihnen hundertzwanzig Priester, die mit Trompeten bliesen. Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem HERRN. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den HERRN lobte: »Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig«, da wurde das Haus erfüllt mit einer Wolke, als das Haus des HERRN, sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.  

Halleluja EG 181.5 (B. Ape/ J.Engelmann, K. Herting, Pfrn. Reihs-Vetter)

♫ Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja. ♫
L: Jauchzet Gott, alle Lande!
Lobsinget zur Ehre Seines Namens;
Rühmt Ihn herrlich. (Ps. 66, 1f.)
Halleluja! 

Der Herr ist auferstanden
G: Er ist wahrhaftig auferstanden!
♫ Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja. ♫ 

Predigt zu 2. Chr. 5, 2-5.12-14 (Pfrn. Reihs-Vetter

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns! Amen

Zum Wochenende gibt es freundliches Wetter mit viel Sonnenschein und ohne Niederschlag. Die Höchstwerte liegen bei 18 – 22 Grad. Der Wind aus Westen weht überwiegend leicht. Am Sonntag ist es meist heiter. Hin und wieder ziehen auch dichte Wolkenfelder über den Himmel, mit Regen ist aber nicht zu rechnen. Im Tagesverlauf kühlen die Temperaturen auf 18 Grad ab. Ein leicht auffrischender Wind weht aus nordwestlicher Richtung… 

Gott sei Dank gutes Wetter! Johanna strahlt. Sie freut sich darauf, ihre Freundin Charlotte zu treffen und den Nachmittag auf dem endlich wieder freigegebenen Spielplatz zu verbringen.
Welch ein Fest nach sieben Wochen Kinderzimmer!… – Gott sei Dank gutes Wetter! Dann wird ja endlich was aus dem Plan, den Garten auf Vordermann zu bringen und den Zaun zu erneuern. Martin zwinkert seiner Frau zu und greift voller Tatendrang zu Spaten und Säge…– Gott sei Dank gutes Wetter! Pfarrerin und Küsterin atmen auf. Dann können wir den Gottesdienst unter freiem Himmel feiern und müssen nicht ab dem 21. Besucher alle nach Hause schicken, um die Abstandsregeln einzuhalten… - Gott sei Dank gutes Wetter! Es ist ein Segen, wenn das Wetter mitspielt und die geplanten Aktivitäten ihren Lauf nehmen können…

In Jerusalem herrscht auch Sonnenschein. Überall ist eine rege Betriebsamkeit zu beobachten. Heute wird der Tempel eingeweiht – endlich. Der Gott Israels zieht um – aus Seinem Zelt in ein festes Haus. Sein Haus. Ein rauschendes Fest wird das. Es gibt alle Hände voll zu tun. Die Gästeliste ist eindrucksvoll: Die Honoratioren sind versammelt: „alle Ältesten Israels, alle Häupter der Stämme und die Fürsten der Sippen Israels“ (Vers 4), dazu natürlich das ganze religiöse Personal: Priester und Leviten, eindrucksvoll gekleidet „mit feiner Leinwand“ (Vers 11f.). Fröhliche Anspannung geht durch die Reihen. Gleich kommt man zum Höhepunkt der Feierlichkeiten: der Überführung der Bundeslade mit den Zehn Geboten in den Tempel. Detailliert choreographiert , opulent inszeniert. Monatelang haben sie geprobt. Jeden Schritt, jeden Handgriff, jeden Ton, bis jeder genau um seinen Einsatz wusste und alles saß. Jetzt läuft alles wie von selbst. Ein einmaliges Fest ist dies. Niemand wird es so schnell vergessen...  

Ach ja, das wird ein Fest, wenn wir endlich wieder in die Kirche können! Nach so langen Wochen verschlossener Türen endlich wieder zusammen kommen und Gottesdienst feiern. Pfarrer*innen und Küster*innen, Presbyter*innen und engagierte Gemeindeglieder sind schon kräftig in den Vorbereitungen, auch wenn die Auflagen groß sind. Aber Herausforderungen sind dazu da, bewältigt zu werden: Sitzplätze markieren, Desinfektionsmittel organisieren. Anwesenheitslisten vorbereiten, Informationsschilder erstellen. Wo ist das Flatterband? Und wie setzen wir die Maskenpflicht um? …Die Betriebsamkeit nimmt wieder Fahrt auf in der Kirche, auch in unserer Gemeinde: Gehet zu Seinen Toren ein mit Danken, zu Seinen Vorhöfen mit Loben; danket Ihm, lobet Seinen Namen! (Ps. 100, 4)

Gottes Gegenwart feien. Das tut Sein Volk: Mit Trompeten und Posaunen, mit Zimbelklang und Saitenspiel, mit Lobgesang und Dankeshymnen. Ein bombastischer Gottesdienst voller Musik! Dieser Gottesdienst ist ein einziges Klangerlebnis. Mehr als 400 Musiker erheben ihre Stimmen und lassen ihre Instrumente erklingen. Sie musizieren auf unterschiedlichen Tonhöhen, aber im selben Rhythmus. Man hört aufeinander; niemand muss sich profilieren, indem er die anderen übertönt. Die Stimmen fügen sich zu einem einzigen harmonischen Klang zusammen. Dieses Musizieren bewegt: Es ist eine Freude mitzumachen und zuzuhören. Alle gemeinsam loben sie Gott – die, die musizieren und die, die sich lauschend mit hineinnehmen lassen in die Musik. 

Das klingende Gotteslob verändert auch die Menschen. Da spürt einer, wie sich im Musizieren der nervöse Herzschlag beruhigt. Eine andere, der eben noch die Sorgen um ihre Gesundheit und die Zukunft im Kopf dröhnten, nimmt wahr, wie Angst und Schrecken allmählich leiser werden. Und der Dritte, der sonst immer um Luft ringt, spürt, wie diese Musik ihn auf- und durchatmen lässt. Das Lob Gottes, diese andächtige Musik, öffnet einen Raum – wie einen Tempel, wie eine Kirche. Raum für Gottes Gegenwart. Für eine andere Wirklichkeit, nach der sie alle sich so sehr sehnen. Voller Licht und Glück, voller Heil und Frieden: ♫ Heilig, heilig, heilig!, singen Ihm zu Ehre aller Engel hoher Chöre. Herr, vernimm unsre Stimm, da auch wir Geringen unsre Opfer bringen. Da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben Dir zum Eigentum ergeben. Du allein sollst es sein, unser Gott und Herre, Dir gebührt die Ehre! ♫ (EG 165, 2 und 3) 

Ein harmonischer, einheitlicher und Einheit stiftender Klang, der Gott lobt und preist. Er gelingt, weil alle Beteiligten mit ihrer je eigenen Begabung und Aufgabe so musizieren, dass sie damit nicht sich selbst, sondern eben Gottes Gegenwart feiern. Sie heißen Gott willkommen und preisen Seine Barmherzigkeit und Güte. Und da geschieht etwas Seltsames: Ein dichtes Wolkenfeld zieht auf. „Das ganze Haus wurde erfüllt mit einer Wolke, als das Haus des Herrn, so dass die Priester nicht zum Dienst herzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus Gottes.“ (Vers 13c.14)   

Merkwürdig, diese Wolke! Sie bringt alle Planungen durcheinander. Gottes Gegenwart in dieser Wolke unterbricht die Umzugsfeierlichkeiten. Angesichts der himmlischen Musik und der darin erklingenden Herrlichkeit Gottes bedarf es keiner weiteren Worte mehr, keiner Riten, keiner noch so wunderbar choreographierten Gottesdienstdramaturgie. Wo Gott anwesend ist, da können, da müssen die Priester Pause machen…

Pfarrerin und Küsterin schauen sich an. Gedankenblitze treffen sie wie aus heiterem Himmel. Und die rufen nach Austausch. Sie legen Bleistift und Klebeband zur Seite, machen das Laminier-Gerät erst einmal aus. Was eigentlich tun wir hier?, fragen sie sich kritisch. Entwächst unsere Betriebsamkeit unserm Gottvertrauen und dem Wunsch, Ihm, Gott, die Ehre zu geben? Oder kreisen wir damit letztlich um uns selbst und die Befriedigung unserer eigenen religiösen Bedürfnisse, für die ein Gottesdienst kaum anders als in der Kirche, nah beieinander, mit Predigt und Gesang vorstellbar ist? – Mit der Fertigstellung des Tempels damals in Jerusalem und unserer Betonung bis heute, dass Gott in „Seinem Haus“, der Kirche, wohnt, entsteht die Gefahr, dass vertrauender Glaube in einen durch und durch ritualisierten Religionsbetrieb mündet. Ist der immer neue Aufbruch nicht längst der Bequemlichkeit gewichen? Und aus dem in Seiner Verheißung mitgehenden Gott scheint eine feste Burg der selbstgebauten Sicherheit geworden zu sein… Hier, die Wolke der Gegenwart Gottes, sie verweist darauf, wie Gott Sein Volk in der Wüste begleitete in Wolken- und Feuersäule (EX. 13, 21f.). Gott erscheint wie einst am Sinai (Ex. 19, 9.16 u.a.) und wie damals, als Er in einer Wolke die Stiftshütte erfüllte (Ex. 40, 34f.) Um Ihn und Seine Gegenwart geht es! Soli Deo gloria! Allein Gott die Ehre! –  

Vielleicht liegt hier ja eine Chance der Corona-Krise und unseres Stocherns im Corona-Nebel, dass wir unsere Bindung an den (eigenen) Kirchturm und auch unsere Gottesdienstformen überdenken, und Gott und Seinem überraschenden Wirken wieder Raum geben für Seine Kreativität?! Vielleicht ist dies die Zeit, nicht nur von Gottes Nähe zu reden, sondern sie gerade so zu erfahren, dass sie uns und unserm Handeln und Planen in die Quere kommt. Gott – nicht als beherrschbare Vokabel in unserer Sprache, die wir unserer Situation anpassen. Sondern als Macht, die sich sogar ein Virus zunutze machen kann, den „geregelten Religionsbetrieb“ zu unterbrechen und unmöglich zu machen. – Eine verstörende Vorstellung. Aber doch auch auf ihre Weise verheißungsvoll: Denn darin verborgen liegt die Chance, dass wir uns neu auf Ihn besinnen, Der in unsere Mitte kommen und wirken will. Er lässt sich nicht zähmen, sondern wirkt nach Seinem Ratschluss. Ach, dass wir von uns selbst endlich absähen und uns dem widmeten, worum es geht: Seinem Lob, Seiner Anbetung, Seinem Ruhm, Seiner Ehre. – Dabei birgt die Musik eine besonders große Verheißung. Denn sie vermag das eigene Wollen für einen Moment zum Schweigen zu bringen und eigene Logiken zu verlassen. Sie befreit von dem Druck, alles deuten zu müssen; stattdessen lässt sie mich etwas erfahren, das mich „von außen“ erreicht und neu macht. Das kann in der Kirche geschehen, aber auch in den Alme-Auen, auf dem Flughafen oder von Balkon zu Balkon: Da finden die Musizierenden im Hören aufeinander zum gemeinsamen Klang und Gottes Herrlichkeit hält Einzug – in das Herz jedes einzelnen, in die versammelte Gemeinde, in die ganze Kirche…

Zum Wochenende gibt es freundliches Wetter mit viel Sonnenschein und ohne Niederschlag. Die Höchstwerte liegen bei 18 – 22 Grad. Der Wind aus Westen weht überwiegend leicht. Am Sonntag ist es meist heiter. Hin und wieder ziehen aber auch dichte Wolkenfelder über den Himmel… - Ganz ehrlich?: Vielleicht liegt der Segen manchmal gerade darin verborgen, dass das Wetter nicht mitspielt mit unseren Planungen. Jedenfalls scheinen mir das nicht die schlechtesten Wetteraussichten für die Kirchen und diese Welt zu sein, wenn bei aller Sonne auch von „dichter Bewölkung“ in diesen Tagen auszugehen ist…  

Amen 

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen

Musik zur Meditation: Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist – J.S.Bach, BWV667 (M. Herting)

Glaubensbekenntnis als Lied: EG 184 nach der österlichen Melodie EG 105 (K. und M. Herting, B. Ape, J. Engelmann, Pfrn. Reihs-Vetter)

1. Wir glauben Gott im höchsten Thron - Halleluja, Halleluja -,
wir glauben Christum, Gottes Sohn - Halleluja, Halleluja -,
aus Gott geboren vor der Zeit - Halleluja, Halleluja -,
allmächtig, allgebenedeit. Halleluja, Halleluja -,

2. Wir glauben Gott, den Heilgen Geist - Halleluja, Halleluja -,
den Tröster, der uns unterweist - Halleluja, Halleluja -,
der fährt, wohin er will und mag - Halleluja, Halleluja -,
und stark macht, was daniederlag. Halleluja, Halleluja -, 

 3. Den Vater, dessen Wink und Ruf - Halleluja, Halleluja -,
das Licht aus Finsternissen schuf - Halleluja, Halleluja -,
den Sohn, der annimmt unsre Not - Halleluja, Halleluja -,
litt unser Kreuz, starb unsern Tod. Halleluja, Halleluja -,

4. Der niederfuhr und auferstand - Halleluja, Halleluja -,
erhöht zu Gottes rechter Hand - Halleluja, Halleluja -,
und kommt am Tag, vorherbestimmt - Halleluja, Halleluja -,
da alle Welt ihr Urteil nimmt. Halleluja, Halleluja -, 

5. Den Geist, der heilig insgemein - Halleluja, Halleluja -,
lässt Christen Christi Kirche sein - Halleluja, Halleluja -,
bis wir, von Sünd und Fehl befreit - Halleluja, Halleluja -,
ihn selber schaun in Ewigkeit. - Halleluja, Halleluja -,

Amen
(Text: Rudolf Alexander Schröder 1937; Melodie: 14. Jh., Hohenfurt 1410, Böhmische Brüder 1501/1531) 

Fürbittengebet (B. Ape/ J. Engelmann/ K. Herting/ Pfrn. Reihs-Vetter)

Du bist heilig Gott,
Du schenkst Leben und rettest aus dem Tod.
Dich loben unsere Lieder – alte und neue.
Auf Deine Herrlichkeit warten wir.
Befreie Deine Menschen.
Führe heraus aus Todesgefahr
all die Menschen, die krank sind
an Leib und Seele,
die im Sterben liegen.
Leite die Menschen,
die anderen dienen in Therapie und Pflege.
Schenk einen langen Atem denen, die in Sorge sind um ihren Lebensunterhalt,
um die Bewahrung der Schöpfung,
um die Zukunft ihrer Kinder und Kindeskinder.
Sie alle wollen das Lied des Lebens singen. 

Auf Deine Herrlichkeit warten wir.
Tröste Deine Menschen.
Trockne die Tränen derer,
die mutlos geworden sind,
deren Kraft schwindet und deren Hoffnung erlischt –
in Krankenhäusern und Altenheimen, 
in psychiatrischen Kliniken und Einrichtungen der Behindertenhilfe,
in Gefängnissen und Flüchtlingsunterkünften. 
Belebe mit Deinem Atem diejenigen,
die sich sorgen um die Seelen der Einsamen, 
die Verbindungen suchen und Nähe schaffen, wo Trennung herrscht.
Sie alle wollen das Lied des Lebens singen.
♫ Dein Ton trifft mein Leben und klingt in mir weit, vertreibt leere Worte aus unheiler Zeit. Die Seele wird frei und Dunkles licht. Der Wandel zum Segen erhellt mein Gesicht. ♫  

Auf Deine Herrlichkeit warten wir.
Schaffe Frieden.
Erfülle mit Deinem Geist die,
die Macht haben und Verantwortung tragen
für die Zukunft unserer Gesellschaft.
Bring Deine Melodie zum Klingen
 in Politikerinnen und Politikern,
in Wirtschaftsunternehmerinnen und Arbeitgebern,
in Virologen und Infektionsbiologinnen,
in Professorinnen und Lehrern
Denn sie und die, die ihnen anvertraut sind,
wollen das Lied des Lebens singen.
♫ Dein Ton trifft mein Leben und klingt in mir weit, vertreibt leere Worte aus unheiler Zeit. Die Seele wird frei und Dunkles licht. Der Wandel zum Segen erhellt mein Gesicht. ♫ 

Auf Deine Herrlichkeit warten wir.
Sammle Deine Gemeinde – auch in dieser Zeit.
Zeige Dich und segne  die Jugendlichen, die in diesen Wochen auf ihre Konfirmation warten.
Segne, die Dich in dieser Krise neu kennen lernen
und in Deinem Sohn den Weg zum Leben entdecken.
Segne, die ihre Kraft einsetzen, 
auch unter erschwerten Corona-Bedingungen Gemeinde zu leben,
und nach neuen Formen der Verkündigung suchen. 
Segne und schenke Deinen Atem
den Musikerinnen und Musikern,
die gerade jetzt Dich loben – mit Herzen, Mund und Händen.
Mit ihnen zusammen wollen wir das Lied des Lebens singen.
♫ Dein Ton trifft mein Leben und klingt in mir weit, vertreibt leere Worte aus unheiler Zeit. Die Seele wird frei und Dunkles licht. Der Wandel zum Segen erhellt mein Gesicht. ♫ 

Du bist heilig Gott,
groß und wunderbar sind Deine Werke,
Du schenkst Leben und rettest aus dem Tod.
Du kannst auch uns zurückbringen in ein Leben mit frohen Liedern,
offenen Gesichtern und herzlichen Begegnungen.
Wir sehnen uns danach,
Dich wieder frei loben zu können mit unseren Liedern – mit alten und neuen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel, 
geheiligt werde dein Name! 
Dein Reich komme! 
Dein Wille geschehe 
wie im Himmel, so auf Erden!
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen, 
denn Dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit,
Amen.  

Segen (Pfrn. Reihs-Vetter/ K. Herting)

Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lass leuchten Sein Angesicht über dir 
und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe Sein Angesicht auf dich 
und gebe dir Frieden.
Amen 

Musik zum Nachklang: Lob, Anbetung, Ruhm und Ehre (Kommunität Gnadenthal - K. und M. Herting, A. Reihs-Vetter)

Refr.: Lob, Anbetung, Ruhm und Ehre sei Dir in Ewigkeit! Preis und Jubel Deinem Namen, König der Herrlichkeit!

1. Mächtig bist Du, Der Du das All regierst, mit starker Hand Völkergeschicke führst. Vor Dir erbebt Himmel und Erd und Meer. Alles, was lebt, muss sagen: Du bist Herr! Lob, Anbetung…

2. Heilig bist Du, Der in der Höhe thront, unter dem Lob der Engelheere wohnt. Wer maßt sich an, bei ewger Glut zu stehn? Wer kann den Herrn in Seiner Schöne sehn? Lob, Anbetung…

3. Liebe bist Du, die stark und ewig liebt und überfließt auf den, der Dich betrübt,; göttliche Lieb, Die in den Tod sich gibt, Die um uns wirbt und uns nach Hause liebt. Lob, Anbetung…

(Text und Melodie: Kommunität Gnadenthal) 

Kollekten-Hinweis

In unseren Gottesdiensten sammeln wir regelmäßig Kollekten ein. Auch, wenn wir derzeit nicht zur gemeinsamen Feier zusammenkommen können, möchten wir Gelegenheit geben, zu teilen und wichtige kirchliche Aufgaben zu unterstützen. Wenn Sie diese Gelegenheit nutzen möchten, überweisen Sie den von Ihnen zu bestimmenden Geldbetrag bitte auf das Konto der
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