Musik zum Eingang (Bleib bei mir, Herr – EG 488, Meinolf Herting, Orgel)

Eröffnung (Pfrn. Reihs-Vetter/ Pfr. Reihs):

Im Namen Gottes,
Quelle unsres Lebens,
Grund unserer Hoffnung,
Kraft, die uns belebt.
Im Namen GOTTES,
des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen

Wie damals am Abend vor Seiner Kreuzigung,
lädt Jesus Christus heute zu sich ein.
Wir gedenken und vergegenwärtigen jenen letzten Abend Jesu mit Seinen Freunden
und werden Teil des Wunders,
das Gott da tut:
Hier und heute,
im Schatten des Todes,
schenkt Er uns Anteil an Seinem Leben.

Begrüßung mit Wochenspruch (Pfrn. Reihs-Vetter)
Ja: Er hat ein Gedächtnis gestiftet Seiner Wunder,
der gnädige und barmherzige Gott. (Ps. 111, 4)

Lied: Eg 272 mit 3 Strophen (Ich lobe meinen Gott - Meinolf Herting, Orgel, Katrin Herting, Gesang)

Psalm 111 – in der Übersetzung von Huub Oosterhuis(Pfr. Reihs)

An Deinen Taten, Gott-ich-werde,
habe ich Dich stets erkannt:

„Ich werde – Erbarmen und Treue“,
um zu befreien, wo möglich,

dass Du nie weggelaufen bist
von Deinen verstockten Menschen,

dass Du Ordnung schaffst im Chaos
dieser verblendeten Welt,

dass Du uns bedingungslos festhältst,
das ist Dein Name, Dein Grundsatz.

Wo sag ich Dir meinen Dank?
In der Versammlung der Menge?

In Deiner lieben Gemeinde
Werde ich mich tief vor Dir neigen.
Amen

- Stille -

Kyrie mit dem Lied „Herr, füll mich neu“ (Str. 1/2/4) (Katrin Herting/ Pfrn. Reihs-Vetter)

Herr, am Abend dieses Tages
neigen wir uns tief vor Dir
und bringen Dir das Brot unseres Alltags.
Hart ist es und nicht leicht zu verdauen in dieser Zeit.
Brot aus Körnern, die zermahlen werden von einem winzigen Virus:
aus Plänen, die durchkreuzt wurden,
Träumen, die sterben,
Hoffnungen, die nicht erfüllt werden können.
Angst und Sorge sind die Hefe dieses Brotes,
Kummer um uns, unsere Lieben und diese Welt.
Wir bringen Dir unsern Hunger und unsere Sehnsucht.

Herr, am Abend dieses Tages
neigen wir uns tief vor Dir
und bringen Dir unser Leben,
Es ist zerbrechlich geworden
und so leer wie der Kelch hier auf dem Altar.
Was wir zu wissen und können meinten, ist ins Wanken geraten.
Wir sind mit unserem Latein am Ende.
Wir haben den Sinn verloren.
Wir spüren unsere Einsamkeit.
Unser Leben ist ein Schrei danach,
von Dir gefüllt zu werden.

Herr, wie sehnen wir uns danach,
dass Du den Wein des Lebens in uns eingießt!
Wie sehnen wir uns danach,
dass Du uns erfüllst
mit Leben und Lebendigkeit,
Hoffnung und Mut,
Trost und Freude.
Wie wünschen wir uns
das Leben, das Du verheißen hast,
den Wein des Festes,
den wir trinken werden
im Glanz Deiner bleibenden Gegenwart!

Amen

Lesung des Predigttextes: Ex.12, 1-4, 6-8, 10-14 (Angelina Aust)

Der Predigttext für diesen Gründonnerstag steht im 2. Buch Mose, im 12. Kapitel:
Der HERR sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen. Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für ein Haus. Wenn aber in einem Hause für ein Lamm zu wenige sind, so nehme er's mit seinem Nachbarn, der seinem Hause am nächsten wohnt, bis es so viele sind, dass sie das Lamm aufessen können. Ihr sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Versammlung der Gemeinde Israel schlachten gegen Abend. Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und den Türsturz damit bestreichen an den Häusern, in denen sie's essen, und sollen das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot dazu und sollen es mit bitteren Kräutern essen. Und ihr sollt nichts davon übrig lassen bis zum Morgen; wenn aber etwas übrig bleibt bis zum Morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen. So sollt ihr's aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren Füßen haben und den Stab in der Hand und sollt es in Eile essen; es ist des HERRN Passa. Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter. Ich bin der HERR. Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen, und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage. Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den HERRN, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung.

Predigt (Pfrn. Reihs-Vetter)

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen

Liebe Gemeinde,
aus einer Nacht kommen wir.
Fliehende Schatten, flackernde Fackeln, gerade entzündet. Überall Flüstern. Dazwischen immer wieder laute Schreie und bitteres Weinen. Hektisches Hantieren mit toten Tieren, das Blut von Lämmern wird vergossen und wieder gesammelt, Menschen und Tiere bilden eine Schicksalsgemeinschaft auf Leben und Tod. Eine Nacht der Gefahr und des Grauens. Das Volk rückt enger zusammen in seinen Häusern. Die Israeliten suchen Schutz im Dunkel mit wenigen Vertrauten, die sie kennen. Die Kreatur seufzt und zittert. –
Fliehende Schatten. Flüstern. Hektisches Hantieren. Das Gefühl von Bedrohung. Die Gegenwart des Todes. Das Weinen und das Zusammenrücken. – Die Geschichte von der Einsetzung des Passahmahles und dem Auszug des Gottesvolkes aus Ägypten setzt sich fort; sie reicht hinein mitten in unsere Passion 2020. Im Zeichen der Corona-Pandemie scheint sie sich neu zu ereignen.

Das Volk Israel erinnert jene Erfahrung bis heute als eine Befreiungs- und Rettungsgeschichte. Die beginnt mit einer Nacht- und Nebelaktion. An eine Zeit ohne Zwang und Not, ohne Sklaverei und Unterdrückung kann sich niemand von den Beteiligten erinnern. Verständlich. Für uns mutet der Gedanke an freie Versammlungen im Park oder in der Kirche und an unbeschwert-ausgelassene Feste in großer Gesellschaft schon nach zwei Wochen an wie unwirklich-schemenhafte Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit. Was sollen die Israeliten da sagen? Die, die hier so eilend aufbrechen, leben schon zu lange – 400 Jahre – in Unfreiheit und als Fremdlinge in Ägypten. Was sie zusammenhält, ist ihr gemeinsames Leid. –
Bis zu diesem Aufbruch, mit dem sich alles ändern sollte. Denn mit dieser Nacht, da Gott vorüberzog, zog mit Ihm auch der Tod vorüber und sollten auch Not und Leid vorüberziehen. Mit dem anbrechenden Frühling, in dem die Natur aus dem Winterschlaf erwacht, sollte auch das Leben wieder aufblühen und die Hoffnung jung werden.
Freiheit und geschenktes Leben werden erinnert, erzählt und gefeiert an Passah. Das Vorübergehen des Todes und der Auszug ins Leben.

Wie oft hat unser Leben dieselbe Geschichte auf seine Weise erzählt? Erinnern wir uns: Wann ging der Tod schon an unserer Tür vorüber und gab den Weg frei in eine neue und andere Zukunft? Wann schlug Gott die Mächte und Dämonen, die dich und mich versklavten? Was waren das für Nacht- und Nebelaktionen, auf die der anbrechende Morgen folgte und uns atmen ließ? Welchen Namen tragen die Orte, an denen wir gegründet wurden, erneuert, beschenkt, bewahrt? Was waren das für Nächte? Als sich nach Stunden der OP-Saal öffnete, nach Tagen endlich das Telefon klingelte oder nach Jahren das geliebte Kind im Arm lag? - Gründungsgeschichten, Aufbrüche, die im Erinnern und Erzählen den fernen Zauber und das alte Wunder in unsere Tage holen, hinein in den Augenblick. Und so die alten Hoffnungen und Träume neu gründen und damit Zukunft einholen und so von der einstigen Verheißung, vom göttlichen Versprechen auf Leben nicht lassen. Schon im Erzählen, ahnen wir, wird das Wunder neu…

Noch aus einer anderen Nacht kommen wir.
Noch eine andere Erinnerung steigt auf heute Abend; ein anderes Gedächtnis ist gestiftet und uns in Herz und Seele geschrieben. In die alte Erzählung des Aufbruchs bricht der Abschied ein. In dem Augenblick, in dem Hoffnungen und Träume neu gegründet werden, verflüchtigt sich Zukunft und Leben. Da flieht die Liebe. Da verlöscht das Licht. Da wird es dunkel, in der Nacht, in der Jesus verraten wird, in der der Teufel mit am Tisch sitzt und der Tod durch die Tür kommt. Aus einer letzten Gemeinschaft wird ein versprengter Haufen. Das letzte Mahl Jesu mit Seinen Jüngern. Auch in dieser Nacht bleibt niemand am Tisch sitzen. Auch hier heißt es aufbrechen. Jesus bricht in den Tod auf. Sein Weg führt Ihn durch Verspottung und Folter hinauf nach Golgatha ans Kreuz. Die anderen brechen auf und werden in alle Winde verstreut. Einer noch, der folgt – und dann verleugnet. Petrus. Und sonst? – Es ist gleichzeitig die Nacht einer versprochenen und gegründeten Erinnerungsgemeinschaft und die Nacht, in der sich tiefste Einsamkeit gründet. Und so wie Gott damals, als Er alle Erstgeburt in Ägypten tötete, über eine Grenze ging, um Sein Volk zu retten, so auch in dieser Nacht. Hier, in dieser Nacht, übergibt Er Seinen eigenen Sohn in die Hände der Menschen, lässt Ihn noch einmal Seine unendliche Liebe und Zugewandtheit zeigen. Er beugt sich vor ihnen, wäscht ihnen die Füße, schließt einen neuen Bund mit ihnen - um dann den Verrat am eigenen Leib zu erdulden und sich menschlichem Zorn und Eifer zu überlassen. Damit durch Seinen Tod hindurch das Leben sich Bahn bricht, es Zukunft und Hoffnung gibt und die Menschheit und diese Welt neu anfangen können. –
Freiheit und geschenktes Leben werden erinnert, erzählt und gefeiert an den heiligen Tagen von Gründonnerstag bis Ostern. Das Hindurchgehen durch den Tod und die Auferstehung ins Leben.

Auch diese Nacht formte unsere Identität. Wir sind Menschen im Aufbruch, bestimmt zum Leben. Pilger durch die Zeit. Einem erinnerten Versprechen folgen wir. Im Dunkeln nach Wegmarken tastend. Den Horizont absuchend nach aufgehendem Licht.
Auch diese Nächte gehören zu unserem Leben. Von ihnen könnten wir auch erzählen. Von Täuschung und Verrat, von Flucht und Angst. Als man sich trennte im Streit und den zurückließ, der einen am meisten gebraucht hätte. Als man die Not des Freundes verschlief und unerkannt blieb, obwohl es doch gegolten hätte, Gesicht zu zeigen. Als die Sorge um das eigene Leben den andern aus dem Blick verlor und ihn für ein Pfund Mehl und eine Rolle Toilettenpapier zur Seite stieß. Schon im Erinnern und Erzählen unserer dunkelsten Nächte erschrecken wir und spüren, wie sich dunkle Mächte um uns lagern und den Kreis schließen, aus dem es kein Entrinnen gäbe, wenn uns da nicht bliebe, was uns seit jener einen Nacht durch alles hindurch und trotz allem geblieben ist: Ein Versprechen als Wegzehrung auf unserer Pilgerschaft. Schmale Kost. Aber voller Verheißung. Brot und Wein – als Erinnerung und Wirklichkeit zugleich. Das Gedächtnis eines Wunders in aller Gottverlassenheit. Die Gemeinschaft mit Dem, von Dem wir uns in dieser Nacht getrennt haben und Dem wir seitdem hinterher und entgegen pilgern. Als die, die sich nach dem Frühling sehnen, nach neu geschenktem Leben, nach aufblühender Hoffnung.

Jesus hat mit Seinen Jüngern Brot und Wein geteilt. In Erinnerung an damals, als die Israeliten auf Gottes Geheiß in einer Nacht- und Nebelaktion aufgebrochen waren. Damals war keine Zeit gewesen zu backen und zu kochen und ein großes Mahl zu bereiten, das man in Ruhe und Frieden miteinander hätte genießen können. Ungesäuerten Brotteig hatten die Israeliten in der Eile verwenden müssen und gegessen hatten sie „auf dem Sprung“ - mit gegürteten Lenden, die Wanderschuhe schon an den Füßen und den Stab in der Hand. Auch wir erinnern uns heute Abend an diese alte Geschichte. Und an ihre Fortsetzung im letzten Mahl Jesu mit Seinen Jüngern vor Seinem Tod. Denn es ist unsere Geschichte.
Wir können heute gar nicht am Tisch des Herrn zusammenkommen. Können Brot und Wein nicht mal zwischen „Tür und Angeln“ miteinander teilen. Das ist ein unsagbar großer Schmerz. Aber wir haben die erzählte Erinnerung dieser Nacht. Und um die schleichen wir wie um das Versprechen auf Leben, das in ihr verborgen liegt. Behutsam stehlen wir uns aus unseren dunklen Verliesen, überschreiten die Schwelle und schauen Dem nach, Der vorüberzog und den Weg frei machte durch Seinen Tod. Wir folgen vereinzelt oder in Familie und wissen uns darin verbunden mit all den anderen, die auch suchen und tasten. Mit ihnen lesen wir im Dunkeln die Spuren des Reiches Gottes und folgen ihnen, kehren um, nehmen die Fährte neu auf und horchen dem Klang des Morgens aller Morgen nach. Blaue Stunde. Ernährt und am Leben gehalten von einer alten Geschichte, die sich in unser aller Leben ereignet. Der Geschichte von Befreiung und Rettung, von der Überwindung des Todes und dem Weg ins Leben. Sie sagt uns: So wie Gott bei Israel war in seiner größten Not, wie Er Sein Volk damals herausgeführt hat aus der Knechtschaft, so steht Er auch uns bei. Der, Der den Tod auf sich nahm für die, die Er liebt, stellt auch unsere Füße auf den Weg des Lebens: An unseren Betten ist Er, auf den Intensivstationen, in der Einsamkeit der Wohnungen. Mit Seinen Worten sitzt Er unter uns am Tisch und spricht zu uns: Hört auf mich, dann werdet ihr leben. Ich bin euer Gott, ich führe euch heraus durch das Dunkel ins Licht.
Nein, wir können Brot und Wein heute nicht am Altar des Herrn teilen. Aber was hindert uns, einander nachher beim Abendbrot, beim alltäglichen Essen und Trinken zu erzählen, was wir miteinander, mit Gott erlebt haben. Oder auch uns allein zu erinnern. Vergegenwärtigen und teilen wir, wenn möglich, unsere Befreiungs- und Rettungsgeschichten! Vielleicht sind es Geschichten vom Essen und Trinken, von letzten Mahlzeiten, von Abschieden. Oder erzählen wir uns die biblischen Geschichten neu. Erinnern und erzählen wir sie – immer wieder. Halten wir damit wach, woher wir kommen! Und wohin wir gehen! Und erleben wir, wie das Wunder sich ereignet und diese Geschichten zum Brot werden: wie sie die alten Hoffnungen und Träume neu gründen und einen Vorgeschmack geben auf Gottes Zukunft für uns, wenn wir mit Ihm zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes. Nein, wir lassen nicht von der göttlichen Verheißung auf Leben. Gott ist da. Auch in unserer Passion 2020, jetzt, heute Nacht. Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen

Musik zur Meditation (Meinolf Herting, Orgel) (Kopie 1)

Glaubensbekenntnis (Katrin und Meinolf Herting sowie Maria Kleine)

Lied: NSLB 332, 1.4.5 (Kennst du das alte Lied – Katrin Herting, Gitarre und Gesang)

Fürbittengebet (Angelina und Louis Aust)

Brot des Lebens bist Du,
Jesus Christus,
Brot, das sich selbst austeilt.
Brot, das uns rettet.

Deine Gegenwart feiern wir,
Deine Hingabe loben wir,
Deine Liebe preisen wir.

Wir bitten Dich um Brot für die Hungernden -
Brot für alle, die heute Dein Mahl nicht empfangen können,
die zuhause, nur im kleinen Kreis der Familie
oder auch allein in Deinem Namen speisen.
Lass sie im täglichen Brot Deine Nähe spüren.

Erbarme Dich.

Wir bitten Dich um Brot für die,
die vor leeren Tellern sitzen:
Brot für die Obdachlosen;
Brot für die Süchtigen;
Brot für die Kinder, die Männer und Frauen in den Flüchtlingslagern und Slums dieser Welt.

Erbarme Dich.

Wir bitten Dich um Kraft für alle Menschen,
die im Dienst für andere stehen -
in der Pflege und Medizin,
im Supermarkt und Öffentlichen Verkehr,
bei der Müllabfuhr und Post.
Gib ihnen Ausdauer und Geduld
und lass sie selbst Fürsorge erfahren.

Erbarme Dich.

Wir bitten Dich um Liebe für uns alle
in dieser Zeit des Abstandhaltens:
Liebe für Eltern und ihre Kinder,
Liebe für Liebende und Freunde,
Liebe für Mitschüler*innen, Kolleg*innen und Nachbarn.
Schenk uns Phantasie, wie wir einander Liebe zeigen können.

Erbarme Dich.

Wir bitten Dich um Bewahrung für die,
die Deinen Schutz jetzt besonders brauchen:
Bewahrung für werdende Eltern und ungeborene Kinder,
Bewahrung für Alte und Kranke,
Bewahrung für Opfer von Missbrauch und häuslicher Gewalt,

Erbarme Dich.

Wir bitten Dich um Trost für die,
die heute Abend und in dieser Nacht einsam sind,
die mit ihrem Leben ringen,
die dem Tod nahe sind:
Sende ihnen Deine Engel an die Seite
und nimm die Sterbenden an die Hand.

Erbarme Dich.

Wir bitten Dich um Barmherzigkeit für die Vergessenen –
Barmherzigkeit für Die in Schuld verstrickten.
Barmherzigkeit für die Verbitterten.
Barmherzigkeit, die den Verzweifelten Mut macht.

Erbarme Dich.

Wir bitten Dich um Frieden für diese von Leid geprägte Welt:
Frieden für alle Nationen im Kampf gegen das Corona-Virus.
Frieden für die Kriegsgebiete.
Frieden für das Zusammenleben der Religionen.
Frieden für unsere jüdischen Geschwister im Zugehen auf das Passafest.

Erbarme Dich.

Brot des Lebens bist Du,
Jesus Christus.
Sättige uns und lege Deinen Segen auf uns
und alle, die zu uns gehören.
Du machst uns heil und schenkst uns Frieden.
Dir vertrauen wir uns an –
an diesem Abend,
in dieser Nacht,
mit unserem Leben.

Amen

Alles, was uns bewegt, das Ausgesprochene und Unsagbare, legen wir in die Worte, die Christus uns geschenkt hat:
Vaterunser (Pfrn. Reihs-Vetter/ Pfr. Reihs)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme, dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Tenebrae, Teil I (Pfrn. Reihs-Vetter):

An diesem Abend gehen wir nun in das höchste Fest hinein, das die Christenheit feiert: die heiligen drei Tage
der Kreuzigung,
der Grabesruhe
und der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus.

Gloria in excelsis (Pfrn. Reihs-Vetter/ Pfr. Reihs): EG 179, 2
♫ Wir loben, preisn, anbeten dich; für deine Ehr wir danken, dass du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz ungemessn ist deine Macht, allzeit geschieht, was du bedacht. Wohl uns solch eines Herren!♫

Tenebrae, Teil II (Pfrn. Reihs-Vetter):
Der Evangelist Matthäus berichtet: „Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.“ (Mt. 26, 29f.)

Hinführung zum Segen (Pfrn. Reihs-Vetter):
In Jesu Namen lasst uns bitten um den Segen Gottes
für diese vor uns liegende Nacht,
für den neu beginnenden Tag,
für die Gemeinde unter dem Kreuz,
für neuen Glauben, für starkes Vertrauen,
für geduldige Hoffnung und Gemeinschaft, die bleibt:

Segen (gesprochen – Pfrn. Reihs-Vetter):
Gott, segne uns und behüte uns!
Gott, lasse leuchten Dein Angesicht über uns
und sei uns gnädig!
Gott, erhebe Dein Angesicht auf uns
und schenke uns Deinen Frieden!
Amen

Kollekte

In unseren Gottesdiensten sammeln wir regelmäßig Kollekten ein. Auch, wenn wir derzeit nicht zur gemeinsamen Feier zusammenkommen können, möchten wir Gelegenheit geben, zu teilen und wichtige kirchliche Aufgaben zu unterstützen.

Wenn Sie diese Gelegenheit nutzen möchten, überweisen Sie den von Ihnen zu bestimmenden Geldbetrag bitte auf das Konto der
Ev. Kirchengemeinde Büren-Fürstenberg
IBAN DE34 4726 1603 0135 3000 00
Unter Verwendungszweck geben Sie bitte „Diakonische Aufgaben“ an, damit wir das Geld korrekt einsetzen bzw. weiterleiten können.

Vielen Dank!