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Evangelische Kirchengemeinde
     Büren-Fürstenberg
           Gemeinde-Informationen 7/2019 Juli

Angedacht

 

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. (Jak. 1, 19)

Zorn ist ein schnelles Gefühl; wenn er aufsteigt, wird er unmittelbar im Körper spürbar. Wen Zorn ergreift, ist manchmal wie entfesselt und gerät außer sich. Unsere Sprache bringt das gut ins Wort: Da „kocht jemand vor Wut“ oder „wird rasend vor Zorn“.

Wo Zorn sich mit Hilflosigkeit verbindet, bedrückt und lähmt er. Dann geht der Zorn nach innen und macht Menschen handlungsunfähig oder depressiv. Auch so kann er zerstörerische Kräfte entwickeln.

Ach könnte man doch geduldig sein, gelassen bleiben. Den Widerwärtigkeiten mit Gleichmut und Verständnis begegnen. Darüber stehen, sich nicht hinreißen lassen. Ja sagen zum Leben, wie es eben ist. Denn da oben auf der Palme ist nicht gut sein und es ist schwierig, rechtzeitig wieder herunter zu kommen…

Allerdings: Der Zorn hat auch seine guten Seiten! In der Kindheit gehören Wutanfälle zur Entwicklung der Persönlichkeit. Es mag nerven, wenn Kinder in der Trotzphase vor Wut toben, aber es braucht doch die Reibung und Auseinandersetzung, damit das Kind daran wachsen kann. Herrscht in einer Partnerschaft ewiger Gleichmut, ist das nicht unbedingt ein gutes Zeichen. Wo zwei oder mehr zusammen leben, muss es auch mal krachen, Standpunkte müssen geklärt und Ansprüche verhandelt werden. Zorn ist ein Lebenszeichen für eine Beziehung.

Die Bibel erzählt, dass sogar Gott zornig werden kann, wenn Seine Menschen vom Weg zum Heil abweichen. Das Erste Testament ist voll von solchen Geschichten. Auch Jesus war öfter zornig. Nicht nur, als Er die Geldwechsler aus dem Tempel trieb.

Das ist ein „heiliger Zorn“, der der kostbaren Sehnsucht nach Gerechtigkeit entspringt und das Gute zum Ziel hat. Er schärft die Sinne und rüttelt auf. Er lässt sich vom Unrecht berühren und weckt die Phantasie. Er schlägt nicht blind los, sondern verbindet sich mit Besonnenheit. Er bringt Kräfte hervor, die eine*n wachsen lassen – manchmal sogar über sich selbst hinaus. Vor 30 Jahren hat er die deutsche Mauer zum Einsturz gebracht; heute lässt er Freitag für Freitag junge Menschen auf die Straße gehen und für Klimagerechtigkeit demonstrieren.

Solcher Zorn ist kein schnelles Gefühl, sondern entspringt der Entdeckung der Langsamkeit. Solcher Zorn ist gereift im Hören und hört nicht auf zu lauschen: auf das, was sich unter der Wortoberfläche verbirgt oder zwischen den Tönen klingt.

Langsam zum Zorn sein, dazu fordert der Jakobusbrief auf. Ich bin überzeugt, das kann man lernen. Es bedeutet sich ins Hören einüben, auf vorschnelle Urteile verzichten, sich prüfen: Was hat der andere zu sagen? Habe ich ihn richtig verstanden? Es bedeutet auch in sich selbst hineinlauschen: Was ist es, was mich triggert? Und was sagt mir das über mich selbst?

Langsam zum Zorn sein, das bedeutet sodann Reden. Miteinander sprechen. Sich einander verständlich machen. Worte finden, auch für das, was unaussprechlich erscheint. Ideen entwickeln, Möglichkeiten prüfen und ins Leben übersetzen.

Auf dem Kirchentag in Dortmund konnte man wieder erleben, dass so der Zorn sich verlangsamen lässt: Einander zuzuhören und miteinander zu sprechen, schafft eine Distanz zum impulsiven Gefühl. Es verwandelt sich. Der jähe Zorn wird zum besonnenen, die destruktive Wut entwickelt sich zu einer konstruktiven Kraft, die ahnen lässt: Gerechtigkeit ist möglich! Zu einer Kraft, die sich für diese Gerechtigkeit stark macht und sich einsetzt für Frieden und die Bewahrung der Schöpfung.

Ja, ein langsamer, heiliger Zorn kann die Welt verändern! Ihn wünsche ich euch, Ihnen, uns allen!

Mit herzlichen Grüßen – auch von Pfr. Reihs, 
Ihre / Eure Pfarrerin Almuth Reihs-Vetter

 

 

 

 

 


Veranstaltungen im Juli:

Büren:

Mo:  Wort-Spiel-Bibelabend  19.00 Uhr                               01.

Di:  Chor Büren                     19.30 Uhr                               02., 09.

Do:  Krabbelgruppe               09.30 Uhr                               04., 11., 18., 25.

        Frauenseniorenkreis     15.00 Uhr                                04.

Sa.  Konfirmandenunterricht  09.00 bis 13.00 Uhr               06.
                       Für alle Bezirke!!
              

 Wewelsburg:

Mo:  Handarbeitsrunde         15.00 Uhr                         01., 15., 29.

Mi:  Singekreis                      19.30 Uhr                          03.

Mi:  Frauenkreis                    15.00 Uhr                          10.

Fr:  Glaubensstammtisch                   20.00 Uhr             05.
       Spirituelles Kochen der Männer, 18.30 Uhr             19.

Sa:  Resonanzraum  n. d. GD                                06., 13., 20., 27.


Bad Wünnenberg:

Di:  Krabbelgruppe           10.00-12.00 Uhr       02., 09., 16., 23, 30.
                              während des Umbaus in Exit!, Leiberger Str. 26

       Doppelkopfkreis          14.00-18.00 Uhr      02., 09., 12., 23, 30.
                                         während des Umbaus in der Aatal-Klinik.  

        Flötenkreis                  20.15 Uhr              02., 09., 16., 23, 30.
                              während des Umbaus bei Frau Bär nachfragen.

Do:  Walkie talkie  14.30 Uhr                                  04., 11., 18., 25.

 

 

Adressen

Pfarrer/Pfarrerin

Pfarrerin Almuth Reihs-Vetter                  02953-99326
Almuth.Reihs-Vetterdontospamme@gowaway.kk-ekvw.de

Pfarrer Claus-Jürgen Reihs                         02953-326
Claus-Juergen.Reihsdontospamme@gowaway.kk-ekvw.de


Gemeindeadressen + Büros

Erlöserkirche, Bahnhofstraße 40, 33142 Büren
Susanne Rozek         02951-2285 / Fax: 02951-6121
                                   pad-kg-bueren-fuerstenberg@kkpb.de
Bürozeiten: Mo.   8:30 - 12:00 Uhr 
                    Mi. 10:00 - 12:00 Uhr
                     Fr. 10:30 - 12:30 Uhr

Immanuel-Kirche, In den Erlen 12, 33181 Bad Wünnenberg
Gerda Traphan          02951-2285 / Fax: 02951-6121 
                                 pad-kg-bueren-fuerstenberg@kkpb.de
Bürozeiten in Büren: Di.   9:00 - 12:00 Uhr
                                  Fr. 10:30 - 12:00 Uhr

Paul-Schneider-Haus, Bodelschwinghstraße 17,  
                                      33142 Büren-Wewelsburg
Kirstin Lohfink                                     02955-6175 
                                 pad-kg-bueren-fuerstenberg@kkpb.de
Bürozeiten:             Do. 9:00-13:00 Uhr, 14:30 - 17:30 Uhr

E-Mail-Adresse          pad-kg-bueren-fuerstenberg@kkpb.de

Spendenkonto              IBAN: DE34 4726 1603 0135 3000 00

Küsterinnen
Erlöserkirche (Vertretung)  Angelina Aust 0176-24644821

Paul-Schneider-Haus         Angelina Aust 0176-24644821

Immanuel-Kirche          Kerstin Beyermann 02953-962285

Organisten/Kirchenmusik
Immanuel-Kirche                     Regina Henkel 02953-8512

Erlöserkirche, Paul-Schneider-Haus, Singekreis Wewelsburg
und 
Chor Büren                       Meinolf Herting 02951-932805

Flötenkreis                                        Gertrud Bär 02953-1301

Kindertagesstätte Emmaus
Leiterin                                    Denize Yildiran   02951-3441
Fax: 02951-936696 ev.kita.emmaus-buerendontospamme@gowaway.kkpb.de

Diakonie Paderborn-Höxter e.V.     
Sekretariat Paderborn                                  05251-5002-35

Beratungsstelle Büren Bahnhofstraße 40    02951-934887

Schuldnerberatung:

Anna Mindrup, Offene Sprechstunde:        Mo. 9.00-11.00 Uhr

Schwangeren- + Schwangerschaftskonfliktberatung:

Alexandra Nodzynski, Sprechstunde   10.00-12.00 Uhr, 03.+17.07.

Telefonseelsorge  kostenfrei     0800-111 0 – 111 / -222

Kontaktdaten für die einzelnen Gruppen und Kreise können Sie in den Gemeindebüros erfragen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gottesdienste im Juli:

06. Juli  18.00 Uhr Wewelsburg  Pfr. Reihs mit Team (JugendGD)
07. Juli  09.00 Uhr Büren (AM)  Pfr. Reihs
              10.45 Uhr  Bad Wünnenberg (Taufe) Pfr. Reihs  

13. Juli  18.00 Uhr Wewelsburg  Präd. Pferdmenges
14. Juli  09.00 Uhr Büren (Taufe)  Präd. Pferdmenges
              10.45 Uhr Bad Wünnenberg (AM)  Präd. Pferdmenges

20. Juli  18.00 Uhr Wewelsburg (AM)  Pfrn. Reihs-Vetter
21. Juli  09.00 Uhr Büren  Pfrn. Reihs-Vetter
              10.45 Uhr Wünnenberg (Taufe)  Pfrn. Reihs-Vetter

               17.00 Uhr Ringelstein:
Entwidmungsgottesdienst
  (Reihs-Vetter, Reihs)

27. Juli  18.00 Uhr Wewelsburg (Taufen)  Pfr. Reihs
28. Juli  09.00 Uhr Büren  Pfr. Reihs
              10.45 Uhr Bad Wünnenberg (AM)  Pfr. Reihs

 

Vom 22.07. – 12.08.2019 nimmt Pfrn. Reihs-Vetter eine Reha-Maßnahme wahr.
Die Vertretung übernimmt Pfr. Reihs.

 

 

Foto: Harmen Vogelsang Immobilien©

Trinitatiskapelle Ringelstein
          ist verkauft

Wie schon in der Lokalpresse zu lesen war, ist es der Kirchengemeinde gelungen, die Trinitatiskapelle in Ringelstein-Harth zu verkaufen und in gute Hände zu geben.

Mithilfe eines Bürener Maklers fand sich ein Künstler-Ehepaar, das die Trinitatiskapelle erworben hat und sie als Atelier und Ausstellungsraum für die von ihnen designten Zementfliesen, Stuckfriese und Glasmalereien nutzen wird. Die Kirche wird dabei keine baulichen Änderungen erfahren, worüber wir sehr froh und dankbar sind.

Die Kapelle hat vielen Bewohnerinnen und Bewohnern der Dörfer Ringelstein und Harth über Jahrzehnte ein Zuhause geboten. Aber gerade in den letzten Jahren ist sie bei Gottesdiensten immer schlechter besucht worden. Schon seit zwei Jahren haben wir die monatlichen Gottesdienst in der Kapelle eingestellt. In 2019 ist sie jedoch zweimal für Trauerfeiern genutzt worden.
Nun wird sie
am Sonntag, den 21. JULI 2019
um 17.00 Uhr in einem feierlichen Gottesdienst entwidmet.

 

Sie wird damit aus der gottesdienstlichen Bestimmung der profanen Nutzung übergeben.
Alle Gemeindeglieder und Interessierten sind herzlich eingeladen,
dabei von diesem Gotteshaus Abschied zu nehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tauffest an der Almebrücke

Pünktlich am Morgen des Pfingstmontags stiegen die Temperaturen und die Sonne vertrieb die Wolken vom Himmel. Erleichterung machte sich bei den Verantwortlichen in unserer Gemeinde breit und auch bei den Familien, die zum Tauffest an die Almebrücke kamen, um ihre Kinder taufen zu lassen.

Fleißige Hände und Füße brachten Tische und Bänke auf die Wiese, markierten die Parkplätze, schmückten den Freiluft-Altar und sorgten für eine gelöste und konzentrierte Atmosphäre beim Gottesdienst. Mit der musikalischen Unterstützung von Jonas (Violine) und Timo Teufert (Gitarre) nahm der Gottesdienst schnell Fahrt auf, in dessen Mittelpunkt die Taufe von acht Kindern stand, die alle in der Alme das Sakrament empfingen. Es waren für alle Beteiligte wirklich berührende Momente.

Der sich anschließenden Einladung zur Tauferinnerungsfeier folgten  nahezu alle Anwesenden. Neben Pfarrerin Reihs-Vetter standen auch Prädikantin Pferdmenges und Pfarrer Reihs bereit.  Ein großer Teil der Gemeinde empfing das Kreuz und den Segen sogar im Almewasser.

Nach dem Segen und dem Nachspiel wurde das Mitbring-Büffett hergerichtet, die Bänke luden zum Sitzen und zum Gespräch ein, und viele versammelten sich auf den mitgebrachten Picknickdecken im warmen Schein der höher gestiegenen Sonne. Schnell kamen Menschen ins Gespräch, die sich sonst nicht begegnet wären. 

Gegen 13.00 Uhr endete das Tauffest, viele Hände halfen beim Abbau mit. Und bevor alle auseinander gingen, wurde der Wunsch geäußert, solch ein Tauffest auch in Zukunft wieder zu feiern. Allen Helfer*innen sei herzlichst gedankt!