Auszüge aus dem Gemeindebrief

Brief im Brief

Liebe Leserinnen, liebe Leser


1.

Mit unsrer Macht ist nichts getan, das Geld regiert die Lande.

Wir flüstern: Rette sich wer kann, und rasen in die Schande.

Die Ahnung reift allmählich, doch unser Sündregister,

Die Ahnung reift allmählich, löscht kein Verkehrsminister.

Wer glaubt wird selig, wer glaubt, wird selig, wer glaubt wird selig.

 

2.

Und wenn die Welt voll Teufel wär - sie ist es, wie wir wissen,

Packt uns die Furcht wohl dann erst sehr, wenn wir ins Gras gebissen.

Die Ahnung reift allmählich, doch an der Himmelspforte,

Die Ahnung reift allmählich, helfen nicht fromme Worte.

Wer glaubt wird selig, wer glaubt, wird selig, wer glaubt wird selig.

 

3.

Ein fester Halt ist unser Gott für die, die Haltung suchen.

Gott steh uns bei, auch in der Not und wenn wir höllisch fluchen.

Die Ahnung reift allmählich, denn vor dem Fegefeuer,

Die Ahnung reift allmählich, schützt nicht die Kirchensteuer.

Wer glaubt wird selig, wer glaubt, wird selig, wer glaubt wird selig.

 

Haltung. Haltung ist etwas, das ich an Menschen, die eine haben, bewundere. Haltung ist mehr als eine feste Meinung. Haltung ist mehr als bloßes Provozieren, um sich und sein Thema der Öffentlichkeit zu zeigen. Jeder kann eine feste Meinung haben, und jeder kann schreien. Haltung haben aber nur solche, die wirklich für etwas Gutes einstehen. Die nicht anders können, als das zu vertreten, von dem sie überzeugt sind. Weil es so wichtig ist, dass sie dazu nicht schweigen dürfen!

Der dieser Tage viel beschworene Martin Luther war ja so ein Mensch mit Haltung: „Hier stehe ich und kann nicht anders!“ Und ganz besonders Jesus ist ein Mann mit Haltung gewesen.

Menschen mit Haltung bleiben in dieser Haltung stehen, auch und ganz besonders dann wenn es ungemütlich wird. Und das ist vorprogrammiert. Denn wer für das Gute eintritt, für das Leben, der muss nicht lang darauf warten, dass diejenigen, die sich mit den Regenten der Welt arrangiert haben, gegen ihn aufbegehren.

Menschen mit Haltung sind ja auch keine einfachen Gesellen. Sie schlagen über die Strenge. Jesus rastete im Tempel aus und jagte die Händler mit einer Peitsche. Luthers Schimpftiraden waren berühmt, und schossen gern auch über das Ziel hinaus.

 

Das aufgeführte Monatslied für den Oktober hat ebenfalls eine solche Haltung. Unglaublich dicht arbeiten die harten Vokabeln mit den Vorwürfen zwischen den Zeilen zusammen. Alles nur um zu verdeutlichen: am Ende hilft uns unser Arrangement mit der gesellschaftlichen Realität nicht. Am Ende ist es egal, wen wir gewählt haben, wie unser Konto (und ebenso das unserer Kirche!) aussieht. Am Ende interessiert es nicht, wie klug wir argumentieren, wie geschickt wir mit Worten umgehen können.

Am Ende ist nur eines von Bedeutung: Suchen wir diese Haltung, in der uns nur noch Gott den Halt geben kann! Stehen wir zu Jesu Worten! Und tragen wir diese Haltung weiter!

 

Wer glaubt, wird selig. Ich wünsche euch und Ihnen Glauben und Haltung. So viel sie glauben ertragen zu können. Und dann noch ein bisschen mehr.

 

Mit herzlichen Grüßen - auch von Pfarrerin Reihs-Vetter, Pfarrer Reihs,
Pfarrer Dr. Reuter und dem ganzen Redaktionsteam

Ihr/euer Felix Klemme

 

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Rückblick Lutherreise

Büren/Wewelsburg/Fürstenberg. Von einer beeindruckenden und erlebnisreichen Reise konnten die 39 Teilnehmenden berichten, die auf Luthers Spuren unterwegs gewesen waren.

Am ersten Tag führte die Busreise nach Wittenberg. Bei herrlichem Frühsommerwetter lernten wir bei einer Führung die wichtigsten Orte kennen, an denen Luther wirkte. Die sehr anschauliche Führung sparte nicht an lustigen und frechen Erzählungen über das Leben des berühmten Reformators. Besonders beeindruckend waren das Lutherhaus, in dem Luther lebte, die Stadtkirche, in der er predigte, und die Schlosskirche, an deren Tür er die 95 Thesen schlug. Wir waren positiv überrascht, dass die kleine Stadt Wittenberg nicht von Touristen überfloss, sondern dass es eine angenehme Besucherdichte gab. Leider blieb zum Besuch der Ausstellung „Tore der Freiheit“ keine Gelegenheit. Am Abend checkten wir in Bad Düben ein und konnten dort den bunten Night-Glow von Miniaturballons miterleben, was dem Tag einen runden Abschluss verlieh.

Am zweiten Tag kamen wir nach Eisleben, in die Geburts- und Sterbestadt Luthers. Hier erwartete uns eine sehr gute Stadtführerin, die in ihren Ausführungen auf die Bergbautradition der Stadt einging und damit dem bekannten Lutherbild neue Facetten hinzufügte.

Großartig war der Besuch der Petrikirche, in der das Thema Taufe in besonderer Weise erlebt werden kann. So gibt es im Kirchenboden einen Taufort mit fließendem Wasser, in dem die Taufen vollzogen werden.

Hier fand auch ein spontanes Singen statt, an dem immer mehr Besucher teilnahmen. Am Nachmittag eröffnete der Sachsen-Anhalt-Tag in Eisleben seine Pforten und wir konnten die kulturellen und politischen Angebote des Bundeslandes kennenlernen.

Nach einer aufregenden Nacht im Sportparkhotel Ahorn zu Bad Friedrichsroda ging es dann nach Eisenach weiter.

Wieder konnte wir uns einer Stadtführerin anvertrauen, die kompetent und ansprechend die Bedeutung Luthers für die Stadt und die Bedeutung der Stadt für Luther verdeutlichte. Luthers Zeit als Schüler bei der Familie Cotta wurde uns nahegebracht wie auch die Wirkungsstätten der großen Komponisten Johann Sebastian Bach und Johann Friedrich Händel.

Anschließend fuhr uns der Bus zur Wartburg hinauf. Nach einem kurzen, aber intensiven Fußmarsch wurden wir mit Audio-Guides ausgestattet und durch den Palas der Wartburg geschleust. Neben Luther erfuhren wir auch viel über die Heilige Elisabeth von Thüringen und über den Sängerstreit auf der Wartburg.

Zufrieden und erschöpft traten wir anschließend die Heimreise an und kamen abends wieder an.

Allen, die zum Gelingen der Fahrt beigetragen haben, ein herzliches Dankeschön.

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Kleidersammlung für Bethel

in der Zeit vom 21. bis zum 28. November 2017

Gesammelt werden ausschließlich gut erhaltene Kleidung und Wäsche, Handtaschen, Plüschtiere, Pelze und Federbetten.

Bitte bedenken Sie bei der Sortierung: Würde ich das Teil noch tragen oder verwenden, wenn ich es bekäme.
Durch die Abgabe von Lumpen entstehen erhebliche Kosten, was das Ziel verfehlt, die vielfältigen diakonischen Aufgaben Bethels zu unterstützen.

Plastiksäcke zum Verpacken der Kleidung liegen in den Gottesdienststätten aus oder können in den Gemeindebüros abgeholt werden.

Bitte verwenden Sie ausschließlich Plastiksäcke, da andere Verpackungen manchmal sehr unhandliche Größen haben.

Ihre Spenden können Sie bei folgenden Annahmestellen abgeben:

Büren:                  zu den Öffnungszeiten des Pfarrbüros
                            (Mo. + Mi. 8:30 - 12:00 Uhr,     Fr. 10:00 - 12:00 Uhr)

Wewelsburg:        Mittlere Garage am Paul-Schneider-Haus

Fürstenberg:         Ev. Kirchhaus

Bad Wünnenberg: Ev. Immanuel-Kirche

Haaren:                 Stephan, Nordstr. 23

                            Peters, Vitusstr. 1

Leiberg:                Schwob, Ringstr. 3

Bleiwäsche:          Paschakarnis, St. Agatha-Str. 16

Die nächste Kleidersammlung findet dann wieder im Frühjahr 2018 statt. Wir bitten, die Kleiderspenden nur zu den Sammelzeiten abzugeben.

Es erfolgt keine Annahme während des ganzen Jahres!!!

 

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Singt dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken

…. und hebt dabei die Schätze der Reformation, die das Evangelisches Gesangbuch birgt!
Für die kommenden Monate haben wir folgende
Monatslieder aus der Reformationszeit ausgewählt, die die reformatorische Botschaft zum Klingen bringen:

 

 

September:      EG 279: Jauchzt alle Lande, Gott zu Ehren
                                   (Psalmlied zu Ps. 66
                                   Matthias Jorissen,
                                   reformierter Theologe des 18. Jrh.s in den Niederlanden
                                   (Schwerpunkt: Den Haag);
                                   er schuf eine neue „Bereimung der Psalmen“,
                                   diese verdrängten die Psalmlieder von A. Lobwasser im
                                   Kirchengesang der reformierten Gemeinden)

Oktober 2017:  WL 59 (Wer glaubt, wird selig)
                                      (Text: L. Veit, 2006; Melodie EG 362: Ein feste Burg
                                      ist unser Gott – M. Luther;
                                      das Lied aktualisiert die reformatorische Botschaft im
                                      Blick auf die Gegenwart unter Aufnahme der Vorlage
                                      Luthers aus der Reformationszeit (1529))

Beide Lieder werden wir jeweils wieder einen ganzen Monat über in jedem Gottesdienst unserer Gemeinde singen. Mögt Ihr/ mögen Sie fröhlich einstimmen und erleben, wie sich Im wiederholten Singen neue Zugänge zu den Schätzen der Reformation eröffnen. Denn die Reformation geht weiter -  ihre Botschaft ist auch heute ganz aktuell!

 

 

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Christi Himmelfahrt in Elisenhof

„Der Himmel auf Erden.“ 1. Gottesdienst mit fliegender Kunst

Elisenhof. Gut 80 Gemeindeglieder fanden am Himmelfahrtstag den Weg nach Elisenhof in die Sturmius-Kapelle. Gerade für die, die aus den Bezirken Wewelsburg und Büren kamen, war der Weg weit. Einhellige Meinung aller war es aber, dass sich der Weg gelohnt habe.

Vielen hat der Gottesdienst gut gefallen, vor allem der Gesang und die Musik eines Bläserensembles. Dann aber auch die Luftballonaktion im Gottesdienst, bei der die Gemeindeglieder ihre Wünsche und ihren Dank aufschreiben konnten und per Helium gefülltem Ballon in den Himmel schickten. Der Ballon, der am weitesten flog und eine Rückmeldung brachte, kam aus dem Schwarzwald, also fast 600 km entfernt.

Schließlich lobten die Gemeindeglieder die schöne ruhige und entspannte Atmosphäre, in der auch intensive Gespräche möglich waren.

 

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Besuchsdienst

Hin-gehen, hin-sehen, hin-hören.
Die Mitarbeitenden des Besuchsdienstes machen sich auf den Weg

Im letzten Gemeindebrief haben wir dazu eingeladen, sich am Besuchsdienst in unserer Gemeinde zu beteiligen und diesen mit neuem Leben zu füllen. Insgesamt sieben Menschen sind der Einladung gefolgt und werden ab September ihren Dienst aufnehmen.

Sieben, das ist eine kleine Zahl  in Relation zu den etwa 5600 Gliedern unserer Gemeinde. Sieben, das ist aber auch eine biblische, heilige Zahl und ein verheißungsvoller Anfang, wie wir meinen.

Die sieben Frauen werden sich ab September aufmachen und zunächst einmal Geburtstagskinder ab 70 Jahren in den Ortsteilen besuchen, in denen sie selbst leben: eine in Büren, zwei in Wewelsburg, zwei in Fürstenberg, eine in Bad Wünnenberg und Bleiwäsche, eine in Elisenhof.
Sie, die Senior*innen, die in diesen Ortschaften wohnen, bitten wir, die Besuchsdienstmitarbeiterinnen freundlich aufzunehmen. Sie kommen mit offenen Ohren, Augen und Händen zu Ihnen – öffnen doch Sie umgekehrt bitte auch die Tür und das Herz. Wir wünschen Ihnen gute, segensreiche Begegnungen auf Augenhöhe und dass Sie miteinander etwas spüren von Gottes Geist, der Gemeinschaft stiftet und Gemeinde wachsen und gedeihen lässt.

Alle Gemeindeglieder bitten wir, das neue Pflänzchen „Besuchsdienst“ mit ihrer Fürbitte zu unterstützen. Und wenn sich darüber hinaus auch noch andere anstecken und begeistern lassen für eine aktive Mitarbeit, freut uns das sehr - und die Menschen in den Ortschaften, in denen nun noch keine Mitarbeiterin unterwegs ist, sicher auch.

Die sieben Besuchsdienstmitarbeiterinnen wollen wir im Gottesdienst für ihre Aufgabe segnen und aussenden, und zwar am 03. September 2017

um 09:00 Uhr in Wewelsburg: Frau Kooijmans-Wong und Frau Schröder
um 10:00 Uhr in Büren: Frau Bischof
um 10:45 Uhr in Bad Wünnenberg: Frau Beyermann, Frau Hachtkemper, Frau Kloß und Frau Scheidler.

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Familienzentrum erreicht Rezertifizierung

Büren. Große Freude und auch ein bisschen Erleichterung war dem Team unter der Leitung von Frau Yildiran und Pfarrer Reihs abzuspüren, als zu Beginn des neuen Kindergartenjahres Ende August die Nachricht kam, dass das Familienzentrum „Emmaus-Kindergarten“ die Überprüfung überstanden hat und zum „Familienzentrum NRW“ rezertifiziert wurde.

Gerade durch die vielen Wechsel in der Leitung von zunächst Frau Koschke zu Frau Martin und dann zu Frau Yildiran und durch den Wechsel in der pfarramtlichen Zuständigkeit von Pfarrer Dr. Reuter zu Pfarrer Reihs musste sich die Verantwortlichen neu in die Aufgabe einarbeiten. Dankenswerterweise hatten sowohl Frau Martin als auch Frau Koschke gut vorgearbeitet, sodass das Auditing problemlos und konzentriert ablief.

Großer Dank gebührt aber auch den Mitarbeiterinnen im Familienzentrum, die die Vorgaben mit Leben füllen und Angebote für die Menschen im Sozialraum der Stadt Büren vorhalten. Die Rezertifizierung ist der Nachweis dafür, dass wir mit unserem Familienzentrum auf einem guten Weg sind und die Menschen bei uns hilfreiche Angebote vorfinden.

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Buntes Glasfenster in der Immanuel-Kirche

Bad Wünnenberg.  Das Presbyterium hat beschlossen, dass im Zuge der Erneuerung und Ertüchtigung der Immanuel-Kirche auch das Fenster künstlerisch gestaltet werden soll.

Die Renovierung und Sanierung der Immanuel-Kirche steht kurz bevor. Wie schon berichtet wird der Gottesdienstraum sich zukünftig nach Osten orientieren. Dadurch bekommt das Fenster neue Bedeutsamkeit. Der Lichteinfall durch das Fenster muss so reduziert werden, dass eine Sichtblendung möglichst vermieden wird.
Das Presbyterium hat sich durch das Landeskirchenamt beraten lassen und beschlossen, einen Wettbewerb für die Gestaltung des Glasfensters auszuschreiben.

 

Folgende Vorgaben macht das Presbyterium:

- das Kreuz soll weiterhin strukturgebend sein,

- das Thema des Fensters soll „Immanuel“ sein. „Immanuel“ ist nach dem Matthäusevangelium der beim Propheten Jesaja verheißene hebräische Name des Messias, der dann ins Griechische übersetzt „Jesus“ lautet: Gott mit uns.

Es werden nun drei Künstler*innen zum Wettbewerb eingeladen. Sie haben bis zum Ende des Kirchenjahres Zeit, einen Entwurf im Maßstab 1:10 anzufertigen und einzureichen. Eine Jury, bestehend aus Vertretern des Presbyteriums, des Kirchenkreises und der Landeskirche, wird die Entwürfe am 05.12.2017 sichten, beurteilen und eine Empfehlung an das Presbyterium aussprechen.

Wenn die Entwürfe vorliegen, hat auch die Gemeinde Gelegenheit, die Entwürfe zu sehen und eine Meinung dazu dem Presbyterium mitzuteilen.

Das Presbyterium wird dann aufgrund der Empfehlung der Jury und aufgrund der Reaktionen in der Gemeinde eine Entscheidung treffen. 

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